Für die Versicherer ist das vergangene Jahr besonders kostspielig gewesen. Mehrere Stürme und die damit verbundenen Kosten haben die Finanzdienstleister ordentlich belastet. Wer lediglich an die Wohngebäude- und Hausratversicherung denkt, liegt nur bedingt richtig. Auch die Kfz-Versicherer wurden ordentlich zur Kasse gebeten.

Bereits gegen Ende des vergangenen Jahres gaben mehrere große Versicherer an, dass sie mit einem enormen Kostendruck zu kämpfen haben und deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr die Beiträge erhöhen werden. Vor wenigen Tagen meldet sich ein weiterer Anbieter zu Wort und kündigte ebenfalls Beitragserhöhungen an.

Für all diejenigen, die in diesem Jahr einen Pkw kaufen und zulassen möchten, sind dies keine erfreulichen Nachrichten. Es ist davon auszugehen, dass mehrere Versicherer an der Beitragsschraube drehen werden – unter anderem auch diejenigen, die augenblicklich noch mit besonders attraktiven Konditionen aufwarten.

Es ist allerdings nicht so, dass alle Kunden der betroffenen Versicherer tiefer in die Tasche greifen müssen. In den meisten Fällen (so verhielt es sich zumindest in den vergangenen Jahren) wurden vorrangig die Beiträge für Neukunden erhöht. Wer seinen Pkw bereits versichert hat und nicht demnächst einen Wechsel plant, ist einem deutlich niedrigeren Risiko ausgesetzt.

Leider lässt sich gegen diese Pläne nicht viel unternehmen. Es sind nämlich nicht nur die Sturmschäden aus dem vergangenen Jahr, die den Versicherern finanziell zugesetzt haben. Ein weitaus größeres Problem ist der enorme Kostendruck in der Kfz-Versicherung. Zwischen den einzelnen Anbietern besteht ein sehr starker Wettbewerb. Mehrere Versicherer können ihre Tarife nur deshalb so günstig anbieten, weil sie auf eine Quersubventionierung setzen: Mit Überschüssen aus anderen Versicherungssparten kompensieren sie ihre Verlust im Bereich Autoversicherung.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share