Bis vor einigen Jahren waren vor allem Rückenprobleme der Hauptgrund für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben. Nicht nur viele Personen, die körperlich arbeiten, konnte ihrer Beschäftigung aufgrund von Rückenschmerzen (z.B. hervorgerufen durch Bandscheibenvorfälle) nicht mehr nachgehen. Auch immer mehr Personen, die Bürotätigkeiten nachgehen, waren betroffen.

Doch nun befindet sich eine vollkommen andere Art von Erkrankung auf dem Vormarsch. In der Versicherungsbranche weist man bereits seit Jahren auf das Problem der psychischen Erkrankungen hin – doch bislang hat kaum reagiert. Zu Beginn der Woche wurde genau diese Entwicklung bestätigt. Wie „Spiegel Online“ mitteilte, hat die Anzahl der Fehltage am Arbeitsplatz, die auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind, ganz stark zugenommen.

Im Jahr 2001 wurden in Deutschland noch insgesamt 33,6 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage ermittelt, die auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind. Im Jahr 2010 lag die Anzahl bei 53,5 Millionen Arbeitstagen. Hierbei handelt es sich um einen stattlichen Anstieg, der keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

Gleich mehrere Gründe sind für diese Entwicklung auszumachen. Da wären zunächst einmal die gestiegenen Anforderungen in der Arbeitswelt. Wer heutzutage im Job bleiben möchte, muss belastbar und außerdem auch sehr flexibel sein. Diese Anforderungen verursachen jedoch Stress und können auf Dauer sogar psychische Erkrankungen hervorrufen. Die gestiegene Angst vor dem Jobverlust hat die Problematik noch verschlimmert.

Laut dem Beitrag von „Spiegel Online“ ist nicht zu erkennen, dass die Bundesregierung auf diese Zahlen reagiert. Für die Betroffenen sowie viele andere Arbeitnehmer, die in Zukunft betroffen sein könnten, sind dies schlechte Nachrichten. Hieran wird ersichtlich, wie empfehlenswert es daher ist, selbst aktiv zu werden und Vorsorge zu leisten. Denn sollte man aufgrund einer psychischen Erkrankung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung bares Gold wert. Sie stellt sicher, dass der Lebensstandard dank der BU-Rente weiterhin gehalten werden kann.


 

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