Lügen haben kurze Beine – bereits im Kindesalter lernen wir diese Weisheit und die dazugehörige Tatsache, dass Aufrichtigkeit zu den wichtigsten Regeln im gegenseitigen Miteinander zählt. Leider vergessen im Lauf der Zeit viele Erwachsene dieses kleine Sprichwort und nehmen es im Alltag mit der Wahrheit meistens nicht so genau. Die Verlockung ist oft einfach zu groß, bei Behörden oder Unternehmen Vorteile durch die eine oder andere Unwahrheit zu genießen. Gedanken an die Folgen werden in der Regel schnell beiseite geschoben, getreu dem Motto: „Mich wird schon niemand erwischen.“.

Wenn es dann aber doch soweit ist und der Schwindel auffliegt, ist guter Rat meist teuer. An dieser Stelle macht auch die private Krankenversicherung keine Ausnahme, wie ein Fall aus München zeigt, welcher vor dem Landgericht ausgefochten wurde. Im Rahmen eines Antrags für die PKV liegt den Versicherern der Gesundheitszustand ihrer Antragsteller besonders am Herzen, entscheidet die Krankenvorgeschichte doch letztendlich über die Höhe der monatlichen Beiträge bzw. ob ein Beitritt überhaupt möglich ist. Besagter Antragsteller hat es mit den Gesundheitsfragen leider nicht sehr genau genommen und den Bandscheibenvorfall schnell zum eingeklemmten Nerv werden lassen.

Eine Tatsache, welche nach Bekanntwerden die Vertragskündigung und Weigerung der Leistungsübernahme durch die betroffene Versicherung zur Folge hatte. Diesen offensichtlichen Betrugsversuch straften auch die Richter in München ab und stellten sich hinter die Meinung der Versicherungsgesellschaft. Aber auch in anderen Fällen sollten Mitglieder der PKV einmal an die Folgen ihres Handelns denken, nämlich beim Vorlegen fingierter Rechnungen. Auch in diesem Fall kann die Versicherung zum Mittel der außerordentlichen Kündigung greifen und wird durch deutsche Richter dabei gern unterstützt.


 

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