Neben dem Kaufpreis entstehen beim Immobilienerwerb zwangsläufig noch weitere Kosten. Gemeint sind die so genannten Erwerbsnebenkosten. Hierunter fällt unter anderem die Grunderwerbsteuer, die je nach Konstellation (wenn kein Immobilienmakler an der Transaktion beteiligt ist) den größten Posten ausmacht. In den meisten Bundesländern werden 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer fällig, die auf Basis des Kaufpreises festgesetzt werden. In einigen Bundesländern werden höhere Steuersätze erhoben.

Die Grunderwerbsteuer ist nicht zu unterschätzen: Bei einem hohen Kaufpreis kann sie sich auf einen beachtenswerten Betrag belaufen, der nicht kurzerhand mit der Portokasse bedient werden kann. Umso wichtiger ist es daher, diese Kosten im Vorfeld genau zu ermitteln und anschließend im Rahmen der Ermittlung des Finanzierungsbedarfs zu berücksichtigen.

Was viele Käufer nicht wissen, ist die Tatsache, die Höhe der Grunderwerbsteuer beeinflussen zu können. Dies trifft besonders für den Kauf von Bestandsobjekten zu, die bereits über eine Gebäudeeinrichtung verfügen. Einige Bestandteile der Einrichtung dürfen vom Kaufpreis nämlich herausgerechnet werden, wodurch sich die Berechnungsgrundlage der Grunderwerbsteuer verringert. Eines der besten Beispiele sind Einbauküchen: Sie sind zumeist kein fester Bestandteil der Immobilie, weshalb sie auch als Inventar angesetzt werden können. Je nach Küche bzw. Größe und Zustand ist es möglich, einen nennenswerten Abzug vorzunehmen und somit die Bemessungsgrundlage spürbar zu verringern. Mit diesem vergleichsweise simplen und vollkommen legalen Trick ist es möglich, schnell ein paar hundert Euro an Grunderwerbsteuer zu sparen.

Im Vorfeld muss der Inventarwert, der vom Kaufpreis abgezogen werden kann, natürlich exakt ermittelt werden. Anschließend gilt es eine Berücksichtigung im Kaufvertrag vorzunehmen, in welchem genau aufgeschlüsselt wird, wie sich der Kaufpreis (Immobilie zzgl. Inventar) zusammensetzt.


 

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