Im Bereich der Immobilienfinanzierung hat die Aufnahme so genannter Fremdwährungsdarlehen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Noch nie zuvor haben so viele Käufer und Bauherren die Entscheidung getroffen, ein Darlehen aufzunehmen, das auf eine fremde Währung lautet. Besonders Darlehen, die auf Schweizer Franken lauten, werden gerne abgeschlossen.

Verständlicherweise kommt diese Entwicklung nicht von Ungefähr. Zunehmend mehr Finanzierungsvermittler preisen derartige Finanzierungslösungen an. Zudem ist es leichter geworden, an Produktinformationen zu gelangen – ein Umstand, der vor allem auf das Internet zurückzuführen ist.

Für die Aufnahme von Fremdwährungsdarlehen sprechen niedrigere Zinssätze (besonders in der Schweiz) sowie die Möglichkeit, von einem starken Euro zu profitieren. In den vergangenen Jahren war diese Kombination äußerst ertragsreich: Etliche Darlehensnehmer haben aufgrund des starken Euros sogar Gewinne mit ihren Finanzierungen erzielt. Doch innerhalb weniger Monate (in den letzten 7 Monaten hat der Euro um rund 0,3 Franken abgewertet) wurde der langjährige Gewinnanstieg vernichtet und etliche Darlehensnehmer sehen sich dazu gezwungen, Sonderzahlungen zum Ausgleich des Währungsverlustes leisten zu müssen. Einige Banken bestehen auf die Leistung solcher Zahlungen, um ihr eigenes Risiko abzusichern. Doch so manchem Darlehensnehmer fällt es schwer, urplötzlich mehrere tausend Euro aufbringen zu müssen – um dann bei einem Restschuldbetrag (umgerechnet in Euro) zu stehen, welcher dem ursprünglichen Darlehensbetrag entspricht.

Alles in allem kann gesagt werden, dass Fremdwährungsdarlehen für die Baufinanzierung nur bedingt geeignet sind. Bei derart hohen Darlehensbeträgen sind die meisten Privatpersonen besser damit beraten, sich Darlehen zu entscheiden, die auf Euro lauten. Die hohe Sicherheit dieser Finanzierungen spricht eindeutig dafür.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share