Arbeitnehmer, die von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchten, haben es nicht leicht – zumindest wenn sie keine Spitzenverdiener sind. Man muss zwar nicht vermögend sein, um von der GKV in die PKV zu wechseln, jedoch muss die sogenannte Versicherungspflichtgrenze überschritten werden. Grundlage ist das jährliche Bruttoeinkommen: Es muss bei mindestens 49.950 Euro liegen. Sobald diese Grenze erreicht überschritten wird, gilt man in der GKV als freiwillig versichert, sodass ein Wechsel möglich ist.

Interessanterweise gehen viele Bürger davon aus, dass diese Einkommensgrenze für jedermann gilt. Dies ist jedoch nicht der Fall: Die Versicherungspflichtgrenze wurde ausschließlich für Arbeitnehmer festgesetzt. Selbständige können daher in die private Krankenversicherung wechseln, ohne über ein solch hohes Einkommen verfügen zu müssen.

Allerdings gibt es viele Interessenten, die sich dieser Tatsache nicht bewusst sind. Es kommt häufiger vor, dass Selbständige (vor allem Existenzgründer) gar nicht über die Möglichkeit nachdenken, die Vorteile einer privaten Krankenversicherung zu genießen, weil sie davon ausgehen, nicht wechseln zu können. Dabei gibt es in solch einem Fall in der Tat keine Versicherungspflichtgrenze: Auch wenn das jährliche Bruttoeinkommen unterhalb der Marke von 49.950 liegt, kann ein Versicherungswechsel angestrebt werden.

Natürlich gilt es hierbei zu berücksichtigen, dass ein gewisses Einkommen und der damit einhergehende finanzielle Spielraum vorhanden sein sollten. Immerhin wurde die Grenze nicht grundlos festgesetzt: Versicherungsnehmer müssen sich in der Lage befinden, Arztrechnungen selbst zu begleichen – auch wenn sie in voller Höhe vom PKV Anbieter getragen werden. Üblicherweise strecken Versicherungsnehmer das Geld vor, um es sich später vom Versicherer erstatten zu lassen.


 

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