Dass Hausbesitzer ihr Eigentum gegen Naturgewalten wie Sturm, Hagel und andere unvorhergesehene Schadensfälle wie Brand, Explosion, Implosion, Blitzschlag, Leitungswasser, Rohrbruch und Frost schützen sollten, ist den meisten Bauherren sicher bewusst. Gerade wenn es friert oder heftige Herbststürme, sommerliche Trockenheit und Gewitter das Gebäude bedrohen, vergessen jedoch viele Eigentümer, dass sie ihre Gebäudeversicherung nicht nur abschließen, sondern vor allem bei Wertzuwächsen durch Modernisierungsarbeiten, Anbauten und Sanierungen anpassen lassen sollten, um im Schadensfall nicht Teile des Schadens aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

Alle Maßnahmen, die einer Wertsteigerung dienen, sollten demnach umgehend der Versicherung mitgeteilt werden, damit diese gegebenenfalls die Deckungssumme erhöhen bzw. das Leistungspaket erweitern kann. Nimmt man jedoch nur Wert erhaltende Maßnahmen vor, so müssen diese nicht explizit angezeigt werden. Es empfiehlt sich also für Besitzer von Wohneigentum, ihre Policen regelmäßig zu kontrollieren und bei allen Umbaumaßnahmen Kontakt mit der Versicherung aufzunehmen, um eventuelle Veränderungen im Vertrag rechtzeitig vornehmen lassen zu können.

Besonders heikel sind dabei Baumaßnahmen, wie beispielsweise den Einbau von Kaminen. Diese sind genehmigungspflichtig und bedürfen der Erteilung einer Betriebserlaubnis. Versäumt man dies als Bauherr und der Kamin verursacht einen Schaden, kann es durchaus möglich sein, dass die Versicherung jegliche Leistung verweigert. Auch sollte man bei Vertrags-Neuabschluss darauf achten, dass Versicherungen ihre Tarife unter anderem an die jährlichen Sturm- und Überflutungsstatistiken anpassen und je nach Baugebiet höhere Prämien aufgrund höherer Gefahr verlangen. Zusätzliche Versicherungen lassen sich zwar abschließen, sind aber je nach Gefährdungsgrad der Objektlage entsprechend hoch oder werden aufgrund zu hoher und häufiger Schadensfälle gar nicht vergeben.

 

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