Aufgrund der niedrigen Guthabenzinsen ziehen zunehmend mehr Privatanleger ein Engagement an den Aktien-, Anleihe- und Rohstoffmärkten in Erwägung. Dort haben sich die Kurse in den vergangenen Jahren überwiegend prächtig entwickelt, was einen Einstieg verlockend macht.

In den letzten Monaten haben wir mehrfach dazu geraten, derartige Engagements gut zu überdenken, weil die Kurse schon so hoch stehen. Wer die Finger von solchen Investments gelassen hat, dürfte inzwischen froh sein. In den vergangenen Wochen gab es nämlich mehrere und zugleich sehr ordentliche Kurskorrekturen.

Marktentwicklung im Überblick

Besonders am Dax ging zuletzt hin und her. Vor einigen Wochen brach er von gut 12.000 Zählern auf weniger als 11.000 Zähler ein. Seither bewegt er sich mit kräftigen Schwankungen zwischen diesen beiden Zählerständen.

Bei den Anleihen ist die Situation ähnlich. Zuletzt gab es vor allem bei Papieren mit längeren Laufzeiten erhebliche Korrekturen. So mancher Anleger, der dort investiert hat, um Festgeldanlagen zu schlagen, muss derzeit auf Verluste blicken.

Korrekturen von noch größerem Ausmaß gab es bei einigen Rohstoffen, insbesondere bei solchen, die für die Industrie von Bedeutung sind. So haben vor allem Kupfer und Rohöl stark an Wert eingebüßt. Interessant in diesem Zusammenhang ist die ausbleibende Reaktion der Aktienmärkte. Obwohl Industrieunternehmen nun günstiger produzieren können, steigen ihre Kurse kaum.

Bei den Edelmetallen hat es vor allem das Gold erwischt. Die Feinunze hat in den letzten Wochen immens an Wert verloren und ein Ende des Trends scheint noch nicht in Sicht.

Fazit

Es gab deutliche Korrekturen und vermutlich werden noch weitere folgen. Zudem ist nicht klar, ob die Märkte dann wieder nach oben klettern oder ob die Zeit der Bullen vorerst beendet ist. Anleger sollten daher vorsichtig sein und im Zweifelsfall lieber erst einmal abwarten. Ihr Geld können sie in der Zwischenzeit auf Tagesgeldkonten parken und somit vor der gegenwärtig relativ niedrigen Inflation schützen.


 

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