In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung eines Finanzdienstleisters wurde eine erschreckende Zahl bekannt gegeben: Rund 280.000 Deutsche sind aufgrund einer gescheiterten Immobilienfinanzierung in eine finanzielle Schieflage geraten. Dieser Schieflage zu entrinnen ist häufig nicht möglich, weil die Schuldenlast schlichtweg zu hoch ist. Oftmals bleibt nur die Privatinsolvenz als Ausweg. Sehr oft bedeutet dies für die Darlehensnehmer, dass sie im gehobenen Alter noch einmal finanziell bei Null anfangen müssen.

Allerdings lassen sich derartige Situationen verhindern, indem man darauf achtet, bei der Finanzierung die gröbsten Fehler zu vermeiden. Auch wenn manchmal das Schicksal zu derart großen Problemen führt, liegt die Ursache relativ häufig bei der Finanzierungsgestaltung. Die Betroffenen trifft meist nur bedingt eine Schuld: Oftmals ist die Schuld bei Beratern zu suchen, denen es in erster Linie um ihre Provision und weniger um das Wohl der Kunden ging. So werden beispielsweise viel zu viele Immobilienfinanzierungen abgeschlossen, obwohl die Rahmenbedingungen einfach nicht passen. Besonders Vollfinanzierungen sind riskant: Wenn kein Eigenkapital vorhanden ist und alle Kosten finanziert werden, drohen hohe Zinssätze und ein langer Rückzahlungszeitraum.
Auch der falsche Umgang mit Ratenkrediten stellt ein Problem dar. Viele Eigenheimkäufer stellen fest, dass sie nach dem Immobilienerwerb keine Ersparnisse mehr besitzen, aber noch eine teure Wohnungsausstattung kaufen müssen. Deutlich überzogene Girokonten oder teure Ratenkredite sorgen für zusätzliche Kosten, deren Auswirkungen oftmals unterschätzt werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine verantwortungsvolle Darlehensaufnahme die Grundlage für eine sichere Finanzierung bildet. Bei zu hohen Kosten ist es besser, den Immobilienerwerb aufzuschieben anstatt ein unnötig hohes finanzielles Risiko einzugehen.


 

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