Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung haben nicht viel zu lachen: In den letzten Jahren haben die Versicherungsbeiträge deutlich angezogen und außerdem wurde auch noch der Zusatzbeitrag eingeführt, der mittlerweile von einer stattlichen Anzahl an Krankenkassen erhoben wird.

Derzeit hat es den Anschein, als ob man den Kassenmitgliedern keine Pause gönnen wolle. Im nächsten Jahr wird die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung nämlich noch teurer – zumindest für Besserverdiener. Grund sind Anpassungen der Rechengrößen zur Sozialversicherung. Weil die Reallöhne in diesem Jahr gestiegen sind, plant der Gesetzgeber eine Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde bereits ausgearbeitet. Er sieht vor, dass die Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 44.550 Euro auf 45.900 Euro angehoben wird.
Eine Anpassung soll es auch bei der Jahresarbeitsentgeltgrenze geben. Hierbei handelt es sich um die Grenze, die letztlich bestimmt, wie hoch das jährliche Bruttoeinkommen bemessen sein muss, damit aus der Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung eine freiwillige Mitgliedschaft wird. Wer mit seinem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, wird in der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied geführt und ist somit dazu berechtigt, in die private Krankenversicherung zu wechseln.
Auf welchen Betrag die Jahresarbeitsentgeltgrenze angehoben wird, steht noch nicht genau fest. Bislang gehen Experten davon aus, dass der Grenzwert mit 50.850 Euro festgesetzt wird – bislang liegt er bei 49.500 Euro. Dementsprechend müssen Interessenten, die von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchten, ab dem nächsten über ein höheres Einkommen verfügen, damit der Wechsel erfolgen kann. Für so manchen Interessenten dürfte der Wechsel dadurch maßgeblich erschwert werden.


 

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