Wer freiwillig bei einer Krankenkasse versichert ist, sollte einmal ganz bewusst über einen Wechsel in die private Krankenversicherung nachdenken. Schließlich bringt ein solcher Wechsel gleich mehrere Vorzüge mit sich. Hierzu zählt vor allem die Tatsache, von einem niedrigeren Beitrag profitieren zu können, wodurch wiederum das frei verfügbare Einkommen erhöht wird. Außerdem ist der Versicherungsschutz ein anderer: Die private Krankenversicherung erlaubt es, einen individuell abgestimmten Schutz zu erhalten.

Mit der bevorstehenden Gesundheitsreform wird der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung noch attraktiver. Hierfür spricht zuallererst die Tatsache, dass die Beiträge der Krankenkassen deutlich steigen werden – der Gesetzgeber sieht sich zu dieser Erhöhung gezwungen, um die steigenden Gesundheitskosten abzufangen. Außerdem haben die Krankenkassen nach wie vor das Recht, Zusatzbeiträge zu erheben.

Auch die Anbieter privater Krankenversicherungen haben mit dem Kostenanstieg zu kämpfen. Doch die bessere Struktur bei den Versicherungsnehmern stellt sicher, dass die Beiträge längst nicht so sehr steigen müssen wie es in den Reihen der GKV der Fall ist. Zudem wird die private Krankenversicherung aufgrund der Gesundheitsreform auch vom Medikamentenrabatt profitieren: Weil sich die PKV-Anbieter an den Kosten der Medikamentenbewertung beteiligen, haben auch sie sowie natürlich die Versicherungsnehmer das Recht, Medikamente günstiger zu beziehen.

Im Übrigen gestaltet sich der Wechsel in die PKV ab Januar wieder leichter. Arbeitnehmer profitieren von einer niedrigeren Versicherungspflichtgrenze (die bei 49.500 Euro liegt) sowie von einer verkürzten Wartezeit, die nicht mehr bei drei Jahren, sondern lediglich bei einem Jahr liegen wird.


 

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