Bei akutem Geldmangel bleibt vielen Personen keine andere Wahl, als Teile ihres Besitzes zu Geld zu machen. Doch meist ist dies leichter gesagt als getan. Häufig bringen die Verkäufer nicht besonders viel Geld ein. Deshalb überrascht es auch nicht, dass oft versucht wird, die eigene Lebensversicherung zu verkaufen. Sofern schon einige Jahre lang eingezahlt wurde, kann unter Umständen relativ schnell ein stattlicher Betrag erlöst werden.

Vor ungefähr zehn Jahren wurden Versicherungen meist direkt über den Versicherer aufgelöst. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Versicherer setzen nämlich relativ niedrige Rückkaufswerte fest. Stattdessen wird auf Unternehmen gesetzt, die sich auf den Ankauf von Lebensversicherungen spezialisiert haben. Auf diese Weise ist es möglich, spürbar höhere Erlöse zu erzielen – es macht also Sinn, diesen Weg einzuschlagen.

Allerdings ist festzustellen, dass sich auf dem Markt zunehmend mehr schwarze Schafe tummeln. Erst vor wenigen Tagen sorgten mehrere Journalisten in der Finanzpresse für Aufklärung: Die Bafin hat mittlerweile auf rund 60 Anbieter ein Auge geworfen, weil ihnen unseriöse Geschäftspraktiken vorgeworfen werden.

Leider scheinen derartige Praktiken immer stärker verbreitet zu sein. Die schwarzen Schafe arbeiten nach einer simplen Methode. Sie stellen besonders hohe Rückkaufswerte für die Lebensversicherungen in Aussicht, zahlen aber nur einen Teilbetrag aus. Auf den Restbetrag warten die Kunden oftmals vergeblich – bei mehreren Unternehmen wird mittlerweile gezielte Abzocke vermutet.

Personen, die ihre Lebensversicherungen verkaufen möchten, sollten daher äußerst vorsichtig sein. Es ist ratsam, sich am Markt gezielt umzusehen und sich vorrangig an Finanzdienstleister zu wenden, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich am Markt tätig sind und über einen guten Ruf verfügen. Womöglich lassen sich auf diesem Weg keine ganz so hohen Rückkaufswerte erzielen, aber dafür befindet man sich auf der sicheren Seite.

 

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