Kassenmitglieder, die ihren Zusatzbeitrag nicht entrichtet haben, hatten bisher nichts zu befürchten. Zwar haben die meisten Kassen die säumigen Zahler bereits angeschrieben, doch über wirkliche Druckmittel um die Beträge einzuziehen, verfügten sie bisher nicht.

Weil sich ein vergleichsweise großer Teil der betroffenen Kassenpatienten der Beitragsentrichtung entzieht, hat der Gesetzgeber durchgegriffen: Schon bald wird eine gesetzliche Grundlage existieren, damit die Krankenkassen durchgreifen und sogar Strafzuschläge berechnen können. Für die säumigen Kassenpatienten wird es dann teuer.

Dementsprechend empfiehlt es sich, möglichst bald zu reagieren: Entweder man entrichtet den Beitrag oder man wechselt die Krankenkasse (wobei die noch ausstehenden Zahlungen natürlich geleistet werden sollten). Immerhin gibt es immer noch einige Krankenkassen, die ohne die Erhebung des Zusatzbeitrags auskommen. Folglich ist es umso sinnvoller, sich nach eine solchen Kassen umzusehen oder – sofern die Möglichkeit gegeben ist – in die private Krankenversicherung zu wechseln. Gerade weil damit zu rechnen ist, dass die Kassen den Zusatzbeitrag im nächsten Jahr erhöhen, kann mit einem Wechsel auf lange Sicht eine große Ersparnis erzielt werden.

Wer sich weiterhin weigert, den Zusatzbeitrag zu entrichten, spielt mit dem Feuer. Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die von der Regierung geschaffen werden, drohen hohe Kosten. Schließlich könnte die Krankenkasse in der Tat einen Strafzuschlag berechnen, der alles andere als günstig wird. Außerdem laufen immer höhere Kosten auf, wenn man nicht handelt – und dann wird es für die Haushaltskasse womöglich richtig eng. Da ist es sinnvoller, dem Thema nicht auszuweichen, sondern zu handeln.


 

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