Die meisten Bürger, die sich für einen Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (PKV) in die private Krankenversicherung (PKV) entscheiden, tun dies aus finanziellen Gründen: Durch den Wechsel können sie oftmals von einem niedrigeren Beitrag profitieren und somit Geld sparen bzw. ihr verfügbares Einkommen erhöhen.

Zu den Wechslern zählen vor allem diejenigen, die in der GKV einen vergleichsweise hohen Beitrag oder gar den Höchstbeitrag entrichten müssen. Dieser wird über die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze ermittelt, die aktuell bei 3.675 Euro im Monat liegt. Beim derzeitigen Beitragssatz von 14,9 Prozent führt dies zu einem Höchstbeitrag von 547,58 Euro im Monat. Obwohl dieser Beitrag im Hinblick auf die gebotenen Leistungen schon sehr hoch bemessen ist, soll der Versicherungsbeitrag bzw. der Höchstbeitrag im kommenden Jahr noch einmal erhöht werden.

Ersten und zugleich vorläufigen Berechnungen zufolge soll die Beitragsbemessungsgrenze um 75 Euro auf 3.750 Euro erhöht werden, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf den Höchstbeitrag innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt. Demzufolge müssen all diejenigen, die mit ihrem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, mit einer Beitragssteigerung rechnen und möglicherweise schon bald 558,75 Euro an monatlichem Beitrag entrichten.

Wer seine Versicherungsausgaben senken möchte, hat letzten Endes nur eine Möglichkeit, nämlich den Wechsel in die private Krankenversicherung. Anders als in der GKV wird die Höhe des Beitrags in der PKV nicht auf Basis des Einkommens ermittelt. Stattdessen entscheiden Alter und Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers sowie der Umfang der gewählten Versicherungsleistungen darüber, welcher Beitrag in der privaten Krankenversicherung zu entrichten ist.


 

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