Besonders unter Experten genießt der Bausparvertrag im Hinblick auf das Thema Eigenheimerwerb nicht unbedingt den besten Ruf: Zunehmend mehr Finanzierungsexperten raten davon ab, bei der Immobilienfinanzierung ein tilgungsfreies Darlehen aufzunehmen und zeitgleich einen Bausparvertrag zu besparen – somit können immens hohe Zusatzkosten entstehen.

Dennoch sind Bausparvertrag und Bauspardarlehen noch lange nicht out. Insbesondere im Bereich der Modernisierung kann das Bauspardarlehen so richtig punkten und schlägt sogar oftmals die besonders günstigen Förderdarlehen. Wer die Modernisierung seines Eigenheims plant, sollte sich deshalb näher mit diesem Thema beschäftigen.

Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Heutzutage werden Bauspardarlehen angeboten, die mit äußerst niedrigen Zinssätzen aufwarten. Wenn die Bausparverträge zuteilungsreif sind und die daran gekoppelten Darlehen abgerufen werden können, bietet sich Modernisierern die Chance, richtig viel Geld zu sparen. Denn Zinssätze von rund zwei Prozent sind keine Seltenheit.

Einige Bausparkritiker werden nun sagen, dass diese Niedrigzinsdarlehen mit einer vergleichsweise hohen Tilgung aufwarten und die Haushaltskasse ordentlich belasten können. Dies trifft zu, jedoch geht es nicht um die Finanzierung eines Bauvorhabens, sondern lediglich um die Modernisierung. Dementsprechend fallen die Gesamtkosten deutlich geringer aus, weshalb es durchaus möglich ist, sich für diesen Weg zu entscheiden. Immerhin sind die Zinssätze äußerst attraktiv und die hohe Tilgung führt zu einer besonders schnellen Rückzahlung.

Der eigentliche Bedarf ist riesig: Wie die LBS erst kürzlich mitteilte, sind ca. 80 Prozent aller privat genutzten Ein- und Zweifamilienhäuser älter als 20 Jahre und befinden sich im Hinblick auf das Thema Wärmeschutz nicht auf dem Stand der Dinge.


 

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