Steigende Zinsen an den Kapitalmärkten wirken sich nicht nur für Neukunden bei einer Baufinanzierung negativ aus, sondern beeinflussen auch die Kosten eines Baudarlehens von Bestandskunden. Speziell dann, wenn die Laufzeit eines Kredites in absehbarer Zeit endet, sehen Immobilienfinanzierer einer ungewissen Zukunft entgegen, da sich für die nächsten Jahre eine genaue Entwicklung der Zinsen nicht voraussagen lässt. Aufgrund des heutigen Trends scheint aber klar zu sein, dass in absehbarer Zeit eine Zinssenkung nicht unbedingt zu den wahrscheinlichen Optionen zählt. Wer sich also bereits heute das aktuelle Zinsniveau sichern will, hat nur eine Möglichkeit: ein Forward-Darlehen.

Zu den momentan gültigen Zinsen wird dabei eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen, die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt dagegen erst in der Zukunft. So kann selbst beim Laufzeitende des laufenden Kredites, das erst in 5 Jahren zu erwarten ist, die aktuelle Zinsposition gesichert werden. Natürlich räumen Banken diese Möglichkeit nicht umsonst ein, sondern fordern ihrerseits eine Gegenleistung in Form eines Zinsaufschlags für jeden Monat bis zur Auszahlung der Darlehenssumme. Dessen Höhe variiert je nach Anbieter zwischen 0,01% und 0,03% pro Monat. Bei einem Zinsaufschlag von 0,025% und einer Dauer von 32 Monaten kommen auf den Kreditnehmer Mehrkosten in Höhe von 0,8% zu, was bei einem Finanzierungsbetrag von 100.000 Euro einer beachtlichen Summe entspricht.

Wer sich diesen Zinsaufschlag sparen möchte, sollte die Angebote der verschiedenen Anbieter etwas genauer unter die Lupe nehmen und vergleichen, da gerade Direktbanken auf diesen Zinsaufschlag verzichten. Somit lässt sich eine Anschlussfinanzierung mit einer Einsparung von mehreren tausend Euro wesentlich attraktiver gestalten. Auf diese Weise freigewordenes Kapital sollte in jedem Fall der Tilgung zufließen, denn so ist der Weg in die Schuldenfreiheit wesentlich kürzer.


 

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