Bereits mehrfach haben wir hier im Blog dazu geraten, nicht ausschließlich auf Tagesgeldanlagen zu setzen, sondern zumindest Teile der Ersparnisse fest anzulegen. Die Festgeldanlagen versprechen nämlich bessere Renditen – zumal die Zinsen in den letzten Jahren fortlaufend gefallen sind. Wer auf Festgeld gesetzt hat, konnte von den höheren Zinsen umso länger profitieren.

Diejenigen, die jetzt auf Festgeldanlagen setzen möchten, haben es jedoch vergleichsweise schwer. Denn auch in diesem Bereich sind die Zinssätze deutlich gesunken. Eines der größten Problem dabei: Bei den kurzen Laufzeiten sind die Renditen schlechter als beim Tagesgeld. Wer sich nicht lange binden möchte, ist deshalb besser damit beraten, beim Tagesgeld zu bleiben. Nur wenn man sehr lange auf die Ersparnisse verzichten kann (mindestens drei Jahre lang) bietet sich per Festgeldanlage die Chance, eine bessere Rendite zu erzielen. Für die richtig attraktiven Renditen müssen aber noch längere Laufzeiten gewählt werden.

Aber dies ist noch lange nicht die einzige Änderung, die am Markt festzustellen ist. Zunehmend mehr Banken distanzieren sich von ihren Festgeldanlagen bzw. werden diese nicht mehr gezielt beworben. Der Markt ist für die Banken sehr schwierig geworden. Sie selbst bewerben lieber Tagesgeldangebote, um dadurch flexibler zu sein.

Mittlerweile gibt es sogar Banken, die dem Festgeldbereich den Rücken kehren. Das mit Abstand prominenteste Beispiel ist der Rückzug der Bank of Scotland. Die Bank, die sowohl beim Tagesgeld als auch beim Festgeld bislang immer ganz weit vorne mitgespielt hat, bietet keine Festgeldanlagen mehr an – zumindest nicht mehr für Neukunden. Für Sparer ist dies eine unerfreuliche Entwicklung, denn in Anbetracht der Zinsentwicklung und des wirtschaftlichen Ausblicks werden Festgelder zunehmend attraktiver.

 

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