Vor einigen Wochen wurde noch darüber spekuliert, ob die Wende am Zinsmarkt tatsächlich kommt. Inzwischen sind sich die Experten sicher, dass sie kommen wird: Die Aktienmärkte haben kurzzeitig schon stark nachgegeben und zugleich waren die Worte des US-Notenbankchefs Bernanke sehr deutlich.

Wenn sich die Zinsmärkte ändern, werden dies vor allem diejenigen zu spüren bekommen, die Immobiliendarlehen aufnehmen möchten. Baugeld befindet sich derzeit auf einem sehr niedrigen Stand bzw. sind Immobiliendarlehen sogar günstiger als je zuvor. Doch die Zeiten der sinkenden Marktzinsen neigen sich aller Voraussicht nach ihrem Ende zu. Infolge müssen potentielle Darlehensnehmer davon ausgehen, dass sich die Situation aus ihrer Sicht verschlechtert, Darlehen werden künftig wohl teuer werden.

Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass sich der Markt rasch dreht und die Zinsen mit einem hohen Tempo anziehen. Infolge braucht niemand in Panik geraten, vielmehr sollte einfach nur versucht werden, sich die günstigen Zinsen zeitnah zu sichern. Hierfür scheint der Zeitpunkt ideal zu sein, immerhin haben die Bauzinsen ihren tiefsten Stand erreicht – dass sie nochmals deutlich nachgeben, gilt als sehr unwahrscheinlich.

Der Ratschlag, nun eine Sicherung der aktuellen Zinskonditionen vorzunehmen, richtet sich keinesfalls nur an Personen, die in absehbarer Zeit ein Eigenheim errichten oder kaufen möchten. Viele Darlehensnehmer sollten darüber nachdenken, ob es sich für sie lohnt, sich attraktive Forwardkonditionen für eine spätere Umschuldung zu sichern. Sollten die Marktzinsen anziehen, werden Umschuldungsdarlehen bzw. Anschlussfinanzierungen teurer. Mit einem rechtzeitigen Abschluss, der je nach Bank bis zu vier Jahre im Voraus erfolgen kann, lässt sich dies jedoch verhindern.


 

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