Sicherheit / Risiko

Ein Hauskauf wird nicht spontan beschlossen. Üblicherweise geht es darum, die Immobilie fürs Leben zu finden. Doch manchmal laufen die Dinge anders, sodass Eigenheimbesitzer die Entscheidung treffen, ihre Immobilie zu verkaufen.

Verschiedene Gründe können zu einem Hausverkauf führen. Zunehmend häufiger zeigt sich der berufsbedingte Wohnortwechsel dafür verantwortlich. Ebenso führen oft Scheidungen zum Verkauf von Immobilien. Außerdem kommt es manchmal vor, dass sich Eigenheimbesitzer in andere Immobilien vergucken, weil sich die Anforderungen geändert haben und neue Objekte besser zu passen scheinen.

Wenn die bestehende Finanzierung ein Problem darstellt

Wie einfach ein Hausverkauf zu bewerkstelligen ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Ein großes Thema spielt häufig die Finanzierung. Sollte noch ein Immobiliendarlehen bestehen, kann dies zu Einschränkungen führen.

Das Kernproblem besteht darin, dass Finanzierungen eine langfristige Angelegenheit sind und Darlehensverträge auf Dauer geschlossen werden. Es gilt, dass die vertraglich vereinbarte Zinsbindung nicht nur von der Bank, sondern ebenso vom Darlehensnehmer einzuhalten ist.

Möglichkeit des vorzeitigen Ausstiegs prüfen

Die Möglichkeiten eines vorzeitigen Ausstiegs aus der Immobilienfinanzierung sind begrenzt. Ob er erfolgen kann, hängt von mehreren Faktoren ab. So kann es z.B. eine Rolle spielen, wie lange die Finanzierung schon besteht. Ab einer Dauer von zehn Jahren ist es nämlich möglich, Gebrauch vom gesetzlich verankerten Sonderkündigungsrecht zu machen. Hierbei ist eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr zu berücksichtigen – ebenso wie ggf. die Verpflichtung, eine Vorfälligkeitsentschädigung zu leisten.

Je nach Bank und Vertragsbedingungen kann es auch darauf ankommen, aus welchem Grund der Hausverkauf erfolgt. Ein berufsbedingter Wechsel des Wohnorts kann z.B. Zustimmung hervorrufen. Allerdings können wir diesbezüglich keine festen Aussagen treffen, am Ende kommt es ganz auf die Bank an.

Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Gebühr, die einen Zinsschaden kompensiert. Aufgrund des früheren Endes der Finanzierung wird die Bank geringere Zinseinnahmen generieren. Hierdurch droht ihr ein Verlust, sodass sie gesetzlich dazu berechtigt ist, eine entsprechende Zahlung zu fordern.

Über die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung bestimmen mehrere Einflussgrößen. Vor allem die Höhe des Restschuldbetrags, die Restlaufzeit und der gegenwärtige Marktzins sind zu berücksichtigen. Wer konkrete Zahlen erfahren möchte, sollte seine Bank kontaktieren und die Höhe des Betrags errechnen lassen.

Ausstieg aus dem Darlehen ohne Leistung einer Vorfälligkeitsentschädigung

Manchmal kann der vorzeitige Ausstieg aus der Immobilienfinanzierung auch ohne Leistung einer Vorfälligkeitsentschädigung erfolgen. Solche Fälle sind zwar eher selten anzutreffen, dennoch es gibt sie. Vor einigen Jahren gab es z.B. mehrere Banken, die ihren Kunden einen Vorfälligkeitsschutz angeboten haben. In bestimmten Härtefällen (z.B. bei einer Scheidung) ist es möglich, ohne Mehrkosten aus dem Darlehensvertrag auszusteigen.

Fazit

Zusammengefasst gilt, dass es beim Hausverkauf und dem damit einhergehenden Ausstieg aus der Finanzierung stets auf den jeweiligen Einzelfall ankommt. Wer Genaueres erfahren möchte, sollte sich in jedem Fall von einem Experten beraten lassen, damit am Ende die richtige Entscheidung getroffen wird.

 

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