Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung sehen schweren Zeiten entgegen. Ab 1. Januar 2009 tritt der Gesundheitsfonds in Kraft; und die Beiträge dürften aus diesem Grund bis über die Marke von 15% steigen. Für viele der Versicherten heißt das am Ende: wachsende Ausgaben und damit noch weniger Geld im Portemonnaie. Dass die Leistungen ebenfalls angehoben werden, damit rechnen sicher die wenigsten Verbraucher; eher geht ein großer Teil der Versicherten vom Gegenteil aus. Gerade Angestellte und Arbeitnehmer mit einem Einkommen nahe bzw. über der Bemessungsgrenze von aktuell 48.150 Euro schielen deshalb wahrscheinlich sehnsüchtig in Richtung PKV.

Verspricht diese doch nicht zuletzt bessere Leistungen zu einem niedrigeren Preis. Leider hat die Bundesregierung dem schnellen Wechsel in die private Krankenversicherung mit der Gesundheitsreform einen Riegel vorgeschoben. Erst wenn das Jahreseinkommen über einen Zeitraum von 3 Jahren die 48.150 Euro überschreitet, darf die PKV ein neues Mitglied willkommen heißen. Durch diese Wartezeit verlieren zukünftige Versicherte einer privaten Krankenversicherung nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Die Beiträge richten sich schließlich nach dem Alter und Gesundheitszustand. Um bereits heute für die kommenden Jahre vorzusorgen, empfiehlt sich der Abschluss eines sogenannten Optionstarifs. Oft werden diese auch als Anwartschaftsversicherung bezeichnet und ermöglichen den Wechsel in die PKV zu den aktuellen Bedingungen. Besonderer Vorteil dieser Tarife ist das Festhalten des Gesundheitszustandes, denn wer heute so für die Zukunft vorsorgt, wechselt ohne Rücksicht auf spätere Erkrankungen in die private Krankenversicherung. Damit bilden die Optionstarife ein kleines Schlupfloch für alle Arbeitnehmer, die in nächster Zeit mit einer Gehaltserhöhung rechnen können und dadurch über der Jahresentgeltgrenze rangieren.


 

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