Die Mitgliederzahl innerhalb der privaten Krankenversicherung wird auf etwa 10 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung geschätzt, was also rund acht Millionen Versicherten entspricht. In den nächsten Wochen und Monaten dürfte sich diese Zahl aber sicher signifikant verändern, da aufgrund der Einführung des Gesundheitsfonds in der gesetzlichen Krankenversicherung die Beiträge auf 15,5 Prozent steigen werden – die zusätzlichen Prämien von einem Prozentpunkt, welche durch die Krankenkassen erhoben werden dürfen, noch nicht mitgerechnet.

Leider müssen aber alle freiwilligen Mitglieder der GKV, die im Moment eher eine ablehnende Haltung gegenüber ihrer alten Versicherung einnehmen, auch in der privaten Krankenversicherung mit einer deutlichen Anhebung der Beiträge rechnen. Neukunden werden laut Experten ab 01. Januar 2009 mit bis zu 15 Prozent höheren Prämien in der PKV begrüßt. Schuld an dieser nachteiligen Entwicklung ist die erzwungene Einführung des Basistarifs: Damit hält ein Tarifmodell in die PKV Einzug, welches für jeden normalen Versicherten der privaten Krankenversicherung nur wenig Anziehendes an sich hat.

Die Leistungen entsprechen denen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung, ähnliches gilt für die Beiträge. Zusätzlich werden die Versicherten beim Wechsel in den Basistarif über 18 Monate an dieses Modell gebunden. Lediglich die Mitnahme der Altersrückstellungen erscheint im ersten Moment als positives Merkmal, wird allerdings stark reglementiert. Damit ist der Basistarif lediglich für Personen interessant, die in den letzten Jahren ohne Krankenversicherung gelebt haben und nun in eine Krankenversicherung zurückkehren müssen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Kosten eingenommene Beiträge übersteigen werden, müssen Neu- und Bestandskunden als Versicherungskollektiv die Mehrkosten aus ihrer Tasche aufbringen, wobei speziell die neuen Mitglieder besonders gefordert sind.


 

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