Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hatte dem deutschen Immobilienmarkt ordentlich zugesetzt. Aufgrund der unsicheren Lage haben sich viele Haushalte beim Immobilienerwerb zurückgehalten. Es wurde abgewartet, welche Auswirkungen die Krise hat – ein Immobilienkauf oder die Umsetzung eines Bauvorhabens kam für viele Personen nicht in Frage. Die Folge war ein Rückgang der Immobilienpreise.

Wie die LBS ermittelt hat, ziehen die Preise nun jedoch wieder an. Der Grund für diese Entwicklung ist schnell gefunden: Deutschland hat die Krise hervorragend überstanden. Viele Haushalte trauen sich den Immobilienerwerb wieder zu. Die Nachfrage hat deutlich angezogen, weshalb Verkäufer wieder über mehr Interessenten verfügen. Dies hat zur Folge, dass die Immobilienpreise für Bestandsobjekte steigen.

Laut der LBS haben Immobilienkäufer im vergangenen Jahr im Schnitt knapp 150.000 Euro für ein Eigenheim bezahlt, für eine Eigentumswohnung rund 92.000 Euro. Hierbei handelt es sich um Durchschnittswerte, die für den Gesamtmarkt gelten. Vergleicht man die Preise mit dem Vorjahr, so wird relativ schnell deutlich, dass der Preisanstieg bei durchschnittlich drei bis vier Prozent liegt. Das Marktvolumen bzw. die Anzahl der Transaktionen hat gegenüber 2009 sogar um ganze zehn Prozent zugelegt.
Die Zahlen beziehen sich allesamt auf das Jahr 2010. Wenn man bedenkt, dass sich in diesem Jahr besonders viele Haushalte auf die Suche nach Objekte begeben oder sogar Bauvorhaben planen, so dürfte der Preisanstieg anhalten. Für Käufer eine zunehmend unschöne Situation. Allerdings ist anzumerken, dass es auch stets auf den Standort ankommt: In den Metropolregionen ziehen die Immobilienpreise stärker als im Rest des Landes an.


 

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