Besser hätte dieses Jahr für potentielle Darlehensnehmer wie Bauherren und Immobilienkäufer kaum verlaufen können. Fortlaufend sind die Zinsen günstiger geworden. Im September wurde ein neues Allzeit-Tief erreicht: So günstige Hypothekenzinsen gab es seit der Nachkriegszeit nicht mehr.

Doch nun haben die Zinsen eine Kehrtwende eingelegt. In den letzten zwei Wochen ist es zu einem sichtlichen Zinsanstieg gekommen. Im Durchschnitt haben die Hypothekenzinsen um ca. 0,2 Prozent angezogen. So mancher Interessent zeigt sich daher verunsichert, weil nicht klar ist, ob er abwarten oder die aktuellen Konditionen besser ganz schnell sichern soll.

Wie es um die weitere Zinsentwicklung bestellt ist, lässt sich nur relativ schwer sagen. Potentielle Darlehensnehmer sollten jedoch nicht in Panik verfallen und auf einen schnellen Abschluss drängen. Es ist zwar möglich, dass die Hypothekenzinsen weiter anziehen, doch mit einem allzu starken Anstieg ist nicht zu rechnen. Zwar hat die EZB angekündigt, die Leitzinsen nicht weiter absenken zu wollen, doch von einer Erhöhung war ebenfalls keine Rede.
Im Prinzip ist es wichtig, die Finanzierung dann festzumachen, wenn es sich anbietet. Wenn beispielsweise alle Weichen gestellt sind und der Immobilienerwerb sicher scheint, empfiehlt es sich, die Konditionen festzuzurren. Selbst wenn die Hypothekenzinsen in den kommenden Wochen weiterhin steigen sollten, dürfte dies nicht allzu schlimm sein: Denn auch dann ist Baugeld immer noch über alle Maßen günstig. Zumal die Möglichkeit besteht, sich schon jetzt Finanzierungsangebote unterbreiten zu lassen. Es gibt Banken, die ihre Zinssätze zwei Wochen oder noch länger aufrechterhalten. Mit dieser Maßnahme kann man sich zumindest kurzfristig gegen einen weiteren Anstieg absichern.


 

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