Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, dass sich die Hypothekenzinsen noch einmal den Tiefständen des vergangenen Jahres nähern. Damals wurde ein neuer Zinsrekord erreicht: Das Baugeld war so günstig wie seit der Nachkriegszeit nicht mehr. Allerdings hatten die Zinssätze kurz darauf auch schon wieder angezogen. Bis April dieses Jahres hielt der Anstieg an und belief sich auf knapp einen Prozentpunkt. Obwohl die meisten Experten mit einer Fortesetzung des Zinsanstiegs rechneten, ist dieser nicht eingetreten. Innerhalb der letzten drei Monate haben die Zinssätze wieder nachgegeben – und in den letzten drei Wochen sind sie regelrecht eingebrochen. Baugeld ist damit schon fast wieder so günstig wie im Sommer des vergangenen Jahres. Ob der Zinsrückgang anhalten wird, ist jedoch schwer zu sagen. Es wäre denkbar, jedoch sprechen die wirtschaftlich gute Lage und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank eher dagegen.

Ob die Hypothekenzinsen weiterhin fallen oder demnächst wieder steigen werden, ist im Grunde egal: Wer demnächst ein Immobiliendarlehen aufnehmen möchte, sollte nicht lange zögern. Baugeld ist derzeit äußerst günstig, weshalb es sich dringend empfiehlt, die gegenwärtige Chance zu nutzen. Auf einen weiteren Rückgang zu spekulieren, wäre der falsche Ansatz, weil das Baugeld ohnehin nicht mehr viel günstiger werden kann. Sinnvoller ist es, Zeit in einen Zinsvergleich zu investieren, um den bestmöglichen Finanzierungspartner zu finden.

Übrigens richtet sich dieser Ratschlag nicht nur an Bauherren und Käufer: Wer bereits ein Immobiliendarlehen zurückzahlt und noch eine Anschlussfinanzierung durchführen muss, sollte in Erwägung ziehen, sich jetzt das niedrige Zinsniveau zu sichern. Per Forwarddarlehen kann auch noch in einigen Jahren vom Niedrigzins profitiert werden.


 

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