In den vergangenen Tagen ist das Baugeld wieder teurer geworden. Wenn man sich die DGZF-Pfandbriefkurve ansieht, die eine sehr gute Abbildung der Zinsentwicklung erlaubt, kann darauf geschlossen werden, dass das Zinstief durchschritten wurde – fortan dürften sich die Zinssätze für Immobiliendarlehen wieder nach oben bewegen.

Es ist vor allem der Wirtschaftsaufschwung, der die Finanzwelt hoffen lässt. Gerade in Deutschland fällt der Aufschwung deutlich kräftiger aus als lange angenommen wurde. Dementsprechend können die Notenbanken dazu übergehen, ihre Politik der niedrigen Zinsen langsam aber sicher zu beenden. Außerdem darf nicht die Bedeutung von Angebot und Nachfrage außer Acht gelassen werden. Zu Anfang des Jahres hatten es die Banken nicht gerade leicht: Die Nachfrage nach Baufinanzierungen bzw. Immobiliendarlehen war nicht sehr deutlich ausgeprägt. Inzwischen hat die Nachfrage jedoch stark angezogen, was den Banken natürlich ein wenig Spielraum verschafft, um ihre Margen und somit auch die Zinssätze zu erhöhen.

Potentielle Darlehensnehmer wie zum Beispiel Bauherren, die sich derzeit noch in der Planungsphase befinden, brauchen sich trotz der aktuellen Zinsentwicklung keine Sorgen zu machen. Dass die Hypothekenzinsen in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin anziehen, ist zwar denkbar, jedoch kann der absolute Zinsanstieg gar nicht so groß ausfallen. Denn so stark ist der wirtschaftliche Aufschwung nun auch wieder nicht ausgeprägt und zudem kann niemand sagen, wie lange er anhalten wird.

Wer eine Immobilienfinanzierung abschließen möchte, braucht also nicht in Panik zu verfallen und übereilt handeln. Zwar scheint es im Generellen sinnvoll zu sein, sich die immer noch sehr niedrigen Zinssätze baldmöglichst zu sichern, doch überstürzen sollte man nichts – schließlich will die Finanzierung gut abgestimmt sein.


 

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