Angehende Bauherren und Immobilienkäufer sind auf das Thema Baufinanzierung derzeit nicht ganz so gut zu sprechen. Das Interesse am Immobilienerwerb ist sehr groß, weil die Hypotheken- und Finanzierungszinsen bisher so günstig waren. Doch in den vergangenen zehn Wochen haben die Zinsmärkte spürbar angezogen, was sich besonders im Bereich der Immobilienfinanzierung bemerkbar macht. Unabhängig von der jeweiligen Zinsbindung haben die Zinssätze ordentlich zugelegt.

Allerdings sollten Interessenten nicht verärgert sein: Trotz des Zinsanstiegs sind Immobiliendarlehen immer noch äußerst günstig zu haben. Der historische Vergleich macht dies sehr schön deutlich – die meisten Darlehensnehmer können beim Zinssatz auf eine Vier blicken, die vor dem Komma steht. Diese Möglichkeit besteht nur in den wenigsten Jahren.

Die eigentlich gute Ausgangslage bestätigt auch das Finanzmagazin „Capital“, das den Finanzierungsmarkt genau unter die Lupe genommen hat. Wie das Magazin schreibt, hat sich die finanzielle Belastung, die auf Bauherren und Immobilienkäufer im Rahmen einer Immobilienfinanzierung zukommt, innerhalb der letzten 15 Jahre mehr als halbiert. Diese Halbierung bezieht sich nicht auf den Zinssatz sondern auf einen deutlich aussagekräftigeren Wert, nämlich die Belastung des durchschnittlichen Einkommens. Der typische Immobilienkäufer entrichtet eine durchschnittliche Darlehensrate von 504 Euro pro Monat.

Im Jahr 1994 mussten Darlehensnehmer im Durchschnitt 38 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Finanzierung des Eigenheims aufwenden. Sieben Jahre später waren es noch 21 Prozent vom Nettoeinkommen, die aufgewendet werden musste. Inzwischen befindet sich der Wert auf einem neuen Rekordtief: Wer heutzutage eine Immobilie finanziert, muss im Durchschnitt gerade einmal 13 Prozent seines Nettoeinkommens aufwenden, um das Darlehen zu stemmen.
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