Nach den USA und Spanien hat sich nun anscheinend auch der britische Immobilienmarkt mit dem Krisenvirus angesteckt. Wie in den letzten Tagen der Presse zu entnehmen war verzeichnen die Makler im Vereinigten Königreich einen massiven Verfall der Preise für Immobilien. Und diese Entwicklung hat nicht erst in den letzten Monaten eingesetzt, sondern war bereits im letzten Quartal des Jahres 2007 spürbar. Im Durchschnitt haben die Preise für Häuser jeden Monat um ca. 0,3 Prozent nachgegeben. Allerdings hat sich im März diese Entwicklung noch weiter verschärft.

Für den vergangenen Monat wurde der Wertverlust sogar mit 2, 5 % angegeben. Dass diese Entwicklung vielen Eigenheimbesitzern, welche auf einem Berg Schulden sitzen und mit der Tilgung ihrer Baufinanzierung beschäftigt sind, so manche Sorgenfalte auf die Stirn treibt, ist nur zu verständlich. Schließlich hat die amerikanische Subprime-Krise nicht nur den Immobilienmarkt der USA in den Strudel eines Abwärtstrends gerissen, sondern eine weltweite Finanzkrise ausgelöst. Zwar versucht die britische Politik das Vertrauen der Schuldner zu stärken, wie ein Auftritt des Premiers Gordon Brown beweist. Ob diese Bemühungen erfolgreich sein werden, bleibt allerdings ungewiss.

Experten gehen davon aus, dass im Moment nur die Spitze des Eisbergs zu sehen war und sich die Krise in einem ähnlichen Ausmaß auszuweiten droht wie in den USA. Die Prognosen für Eigenheimbesitzer fallen denkbar schlecht aus. Ursache für die momentane Situation ist das Kreditverhalten der Banken. Es werden kaum noch Kredite für Immobilien vergeben, da sich Hypotheken nur noch schlecht verkaufen lassen. Und ohne das Fremdkapital kann sich kaum eine britische Familie das Eigenheim leisten. So mancher Experte sieht in der aufkeimenden Krise aber lediglich eine beginnende Korrektur des Marktes.


 

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