Der Trend auseinanderdriftender Immobilienpreise wurde von der Finanzkrise nur temporär gestoppt bzw. nur leicht gebremst. Seitdem die Wirtschaft wieder anzieht, legen auch die Immobilienpreise weiter zu – zumindest in den Regionen, die wirtschaftlich stark am Wachsen sind. In anderen Regionen stagnieren die Immobilien- und Mietpreise weiterhin. Die preisliche Kluft, die zwischen den einzelnen Regionen besteht, wird immer größer.

Grund für diese Entwicklung ist die wirtschaftliche Attraktivität, die einige Regionen zu bieten haben. Es wird zunehmend in den Großstädten gearbeitet, weshalb immer mehr Arbeitskräfte in die Metropolregionen und deren Randbereiche ziehen. Auf dem Lande sieht es hingegen schlecht aus: Die Abwanderung ist groß, weshalb die Immobilien- und Mietpreise sinken.

Wie „Spiegel Online“ berichtet, hat vor allem der Osten der Republik mit diesem Problem stark zu kämpfen. Sofern man von einigen Städten (z.B. Potsdam oder Jena) einmal absieht, zieht es die Bürger in den Westen. So manche Kleinstadt musste in den letzten Jahren eine enorme Abwanderung verzeichnen – teilweise sind bis zu 30 Prozent der Bürger abgewandert.

Die zunehmende Urbanisierung lässt die Preise in den wirtschaftlich starken Städten geradezu in die Höhe klettern. Der Preisanstieg hängt auch mit der Wohnungsknappheit zusammen. In den letzten Jahren wurden in zahlreichen Großstädten schlichtweg zu wenige Wohnungen geschaffen. Diese Nachlässigkeit rächt sich nun in Form enorm hoher Mieten. Wer in Städten wie München oder Hamburg wohnen möchte, muss über ein hohes Einkommen verfügen, um Objekte mieten oder finanzieren zu können.

Eine Trendwende liegt übrigens nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Experten rechnen mit einer zunehmenden Urbanisierung, sodass Unterschiede bei den Immobilienpreisen noch größer werden.


 

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