Wenn es darum geht, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen, haben in den letzten Jahren immer weniger Bürger auf Bauvorhaben gesetzt. Bereits seit Jahren zeigen die Statistiken deutlich auf, dass immer seltener gebaut wird. Stattdessen entschieden sich angehende Hauseigentümer vorzugsweise für Bestandsobjekte. Doch nun hat sich die Situation am Markt erstmalig verbessert. Wie „Focus Online“ unter Berufung auf aktuelle Zahlen vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden schreibt, hat die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen ordentlich angezogen.

Für den Zeitraum von Januar bis September 2010 wurde der Bau von 137.900 Wohnungen genehmigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind dies gut 9.000 Wohnungen mehr, was einer Zunahme von 7 Prozent entspricht.

Experten führen diese Entwicklung auf zwei wesentliche Faktoren zurück. Da wäre zunächst einmal der angeschlagene Immobilienmarkt. In zahlreichen (insbesondere ländlichen) Regionen stagnieren die Grundstückspreise. Potentiellen Bauherren bietet sich daher die Chance, vergleichsweise günstig an Baugrundstücke zu gelangen. Generell haben die Baukosten nur äußerst geringfügig angezogen, weshalb Neubauten relativ günstig errichtet werden können.
Zum anderen befinden sich die Zinsmärkte immer noch im Keller. Zwar haben die Hypothekenzinsen in den vergangenen Wochen angezogen, doch historisch betrachtet ist Baugeld immer noch äußerst günstig. Auch Haushalte mit kleineren Einkommen haben deshalb die Chance, ein Eigenheim zu finanzieren.

Im Übrigen stellen Kenner der Baubranche fest, dass sich Bauherren mittlerweile ganz bewusst für die Niedrigenergiebauweise entscheiden. Es wird bewusst auf moderne Baukonzepte und Baustoffe gesetzt, um somit einen geringen Energieverbrauch zu erzielen. Der positive Nebeneffekt hierbei: Viele Bauherren können mit dem Erhalt von Fördermitteln, wie zinsvergünstigten Darlehen und Zuschüssen, rechnen.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share