„Stein auf Stein …“ – trotz Finanzkrise entschließen sich viele Verbraucher zum Start in das Projekt Eigenheim. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen als Unterstützer für die eigenen vier Wände vor allem Banken ins Boot geholt wurden, scheint sich langsam ein gegenläufiger Trend abzuzeichnen, zumindest wenn man einem großen Immobilien-Portal glaubt. Dieses hat eine Umfrage genau zum Thema der Finanzierung des Eigenheims gestartet, mit einem überraschenden Ergebnis. Mehr als 10 Prozent der Befragten (insgesamt 12,5%) streben danach, bei ihren eigenen vier Wänden vollkommen ohne fremde Hilfe auszukommen. Eine weitere Gruppe (8,2%) hat zwar eine Finanzierung ins Auge gefasst, will aber mit einer deutlichen Eigenkapitalquote das Projekt Eigenheim finanziell gut untermauern. Damit entscheidet sich quasi ein Fünftel aller Befragten gegen eine groß angelegte Baufinanzierung.

Inwiefern diese Ergebnisse der Finanz- und Wirtschaftskrise geschuldet sind, lässt sich allerdings nicht wirklich nachvollziehen. Allerdings dürfte so manchem Anleger der Schock immer noch in den Knochen sitzen. Dabei muss das Eigenheim schon längst nicht mehr nur mithilfe von Banken finanziert werden. Mittlerweile greifen Bund und Länder allen Bauwilligen unter die Arme. Eines der bekannten Beispiele ist sicher die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau), die nicht nur einen Neubau, sondern auch die Modernisierung Realität werden lässt. Das Besondere an diesen Finanzhilfen ist die Möglichkeit zum nachrangigen Eintragen ins Grundbuch. Aber auch die Länder sorgen dafür, dass junge Familien in die eigenen vier Wände einziehen können. Und wer noch etwas Kapital auf die hohe Kante legen will, sollte die Riester-Förderung mit in Anspruch nehmen. Das andere Extrem wäre dagegen die Vollfinanzierung – ob sie allerdings ratsam ist?


 

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