Bausparkassen waren die großen Profiteure der globalen Finanzkrise. Viele Bürger hatten Angst um ihre Ersparnisse und schichteten deshalb ihre Einlagen um – von den Banken zu den Bausparkassen. Doch seither sind die Zinsen spürbar gesunken und viele Personen fragen sich, ob das Bausparen noch als Anlageform taugt.

Diese Frage ist schwer zu beantworten, da es ganz auf die jeweilige Ausgangssituation ankommt. Wer vor einigen Jahren einen Bausparvertrag abgeschlossen hat und immer noch einzahlen kann, dürfte sich freuen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die gebotene Verzinsung im Vergleich zu den gegenwärtigen Tagesgeldzinsen sehr attraktiv.

Wer hingegen einen Bausparvertrag abschließen möchte, sollte sich gut umsehen. Hier ist es wichtig, dass die Rendite vertretbar ist bzw. es am Ende rechtfertigt, die Abschlussgebühr zu entrichten. Für Sparer ist es daher wichtig, Bauspartarife zu vergleichen und sich letztlich für einen Tarif zu entscheiden, der eine überdurchschnittlich hohe Verzinsung verspricht. Zugleich sollte geprüft werden, wie Tagesgeld- und Festgeldkonten im Vergleich abschneiden.

Das größte Potential versprechen Bausparverträge, mit denen sich die Bausparkassen speziell an Sparer richtigen. Bei diesen Tarifen wird das Bausparguthaben besonders gut verzinst, der spätere Darlehenszins ist hingegen weniger attraktiv. Allerdings ist dies nicht schlimm, wer sich per Bausparvertrag günstige Darlehenskonditionen sichern möchte, muss anders verfahren. Dann ist es entscheidend, dass man sich ausschließlich auf den Darlehenszins konzentriert, die Guthabenverzinsung ist hingegen zweitrangig.


 

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