Wer sich für den Bau oder Kauf einer Wohnimmobilie entscheidet, nimmt in der Regel ein vergleichsweise großes Darlehen in Anspruch. Im Durchschnitt nehmen private Immobilienkäufer ein Darlehen in Höhe von rund 150.000 Euro auf. Einen solch hohen Betrag zahlt man nicht innerhalb kürzester Zeit zurück: Der Großteil der Darlehensnehmer benötigt rund 25 Jahre, um die Darlehen vollständig zu tilgen.

Weil die meisten Immobiliendarlehen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren abgeschlossen werden, müssen während dieser 25 Jahre zwei Anschlussfinanzierungen vorgenommen werden. Im Rahmen dieser Finanzierungen werden die Darlehenskonditionen neu verhandelt – entweder mit der alten Bank oder auch mit einem neuen Darlehensgeber. Sollten die Hypothekenzinsen seit der Aufnahme des vorangegangenen Darlehens gestiegen sein, so besteht die Gefahr, dass die Finanzierungskosten in Zukunft höher ausfallen und die Haushaltskasse stark belasten.

Auf der anderen Seite können die Hypothekenzinsen auch fallen, wodurch sich Darlehensnehmer in der Lage befinden, die Finanzierungskosten zu senken und sich somit entweder mehr finanziellen Spielraum verschaffen oder die Restschuld schneller tilgen können.

Ein solcher Zeitpunkt ist nun eingetreten: In den letzten Wochen sind die Hypothekenzinsen gefallen und befinden sich seither auf einem äußerst niedrigen Zinsniveau. Immobilieneigentümer, die noch mindestens eine Anschlussfinanzierung vornehmen müssen, sollten die Gelegenheit nutzen. Mithilfe sogenannter Forwarddarlehen befinden sie sich in der Lage, sich umgehend die niedrigen Hypothekenzinsen für ihre nächste Anschlussfinanzierung zu sichern. Die Sicherung der Konditionen kann je nach Bank bis zu vier Jahre vor der eigentlichen Anschlussfinanzierung durchgeführt werden.


 

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