Aufgrund der niedrigen Marktzinsen haben es Anleger sehr schwer. Zumal auch immer noch die Gefahr vor einem Crash des Euro besteht. In Anbetracht dieser Umstände ist es keine große Überraschung, dass viele Privatpersonen über den Erwerb von Immobilien nachdenken. Sie möchten in Sachwerte investieren, denn diese genießen den Ruf, einen besonders guten Inflationsschutz zu bieten.

Doch nicht immer geht es nur darum, die Ersparnisse sicher anzulegen. Wegen der niedrigen Hypothekenzinsen wird auch in Immobilien investiert, obwohl kaum Kapital vorhanden ist. Die attraktiven Zinsen gestatten es, auch größere Darlehensbeträge aufzunehmen, ohne dass die Finanzierungskosten zu sehr in die Höhe klettern.

Allerdings kann ein solches Umfeld sehr verleitend sein. Selbst Haushalte, die nur über sehr geringe Ersparnisse verfügen, fangen plötzlich damit an, in Immobilien zu investieren. Jedoch können solche Vorhaben sehr riskant sein – trotz niedriger Zinsen besteht die Gefahr, dass stattliche Darlehensraten fällig werden. Oft werden die Raten zwar von den Mieteinnahmen problemlos abgedeckt, jedoch darf es nicht zum Mietausfall kommen. Tritt dieser Fall ein, befindet sich womöglich nicht jeder Eigentümer in der Lage, sein Immobiliendarlehen weiterhin zu bedienen.

Zumal die Marktpreise nicht falsch eingeschätzt werden dürfen. In vielen Regionen haben die Immobilienpreise wegen der hohen Nachfrage bereits stark angezogen. Womöglich wird jetzt teuer gekauft – wer in einigen Jahren verkaufen möchte, muss unter Umständen zu einem niedrigeren Preis verkaufen.

Immobilieninvestments sollten deshalb nur dann getätigt werden, wenn man sich seiner Sache wirklich sicher ist bzw. die Rahmenbedingungen durchweg stimmen. Wer nur auf einen Trend aufspringt, geht ein Risiko ein, dessen Auswirkungen nicht zu unterschätzen sind. Im Zweifelsfall ist es immer besser, noch ein wenig mehr Kapital zu bilden und zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen.


 

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