In den vergangenen Monaten hatten sich zahlreiche Bürger äußerst große Sorgen um den Euro gemacht. Besonders im Internet konnte man leicht verunsichert werden: So genannte Goldpusher und andere böse Jungs hatten jede Chance genutzt, um die Menschen zu verunsichern bzw. ihnen einzureden, der Euro wird bald kollabieren und die Ersparnisse der Bürger seien dann nichts mehr wert.

Doch mittlerweile gilt es als unwahrscheinlich, dass der Euro noch kollabieren wird. Man beachte nur einmal die Taten der Europäischen Zentralbank: Sie kauft massenhaft Anleihen auf und stabilisiert die Märkte. Mittlerweile ist sie hierbei sehr erfolgreich und zugleich hat ihre Macht zugenommen, sodass sie theoretisch noch sehr lange mitspielen kann. Des Weiteren wird ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion immer wahrscheinlicher.

Wer einen Euro-Austritt Griechenlands mit einem Euro-Kollaps gleichsetzt, liegt falsch. Sollte Griechenland austreten, würde der Euro zusätzlich stabilisiert werden. Dies ist absolut logisch, schließlich würde sich das Verhältnis von wirtschaftlich starken Staaten zu wirtschaftlich schwachen Staaten ändern – und zwar so, dass der Euro an Stärke gewinnt.

Dass es mit dem Euro wieder bergauf geht, ist auch am aktuellen Kurs gegenüber dem US-Dollar zu sehen. Vor einigen Wochen sackte die Gemeinschaftswährung der Währungsunion auf einen Wert von ungefähr 1,20 US-Dollar – über Monate hinweg hatte der Euro kontinuierlich nachgelassen. Doch innerhalb kürzester Zeit hat der Euro wieder enorm zugelegt und notiert augenblicklich bei rund 1,30 US-Dollar.

Bürger, die sich um ihre Ersparnisse fürchten, sollten daher ihren Fokus neu setzen. Der Euro-Kollaps ist derzeit kein Thema. Das wesentlich größere Problem ist die Inflation, die unter anderem als Folge der EZB Politik eintritt. Dementsprechend wird es immer wichtiger, Investments außerhalb des klassischen Zinsbereichs zu tätigen und dabei auf Risikostreuung zu setzen.

 

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