In der vergangenen Woche wurden zahlreiche Medienberichte veröffentlicht, in denen von steigenden PKV-Beiträgen die Rede war. So mancher Interessent, der in die private Krankenversicherung wechseln möchte, sowie zahlreiche Versicherungsnehmer, die bereits gewechselt haben, sind nun verunsichert. Sie haben Angst, dass der drohende Kostenanstieg noch deutlicher als in der gesetzlichen Krankenversichert ausfällt – so mancher Versicherungsnehmer stellt womöglich sogar seinen Versicherungswechsel in Frage.

Doch ganz so schlimm ist die Lage überhaupt nicht. Bevor man voreilige Schlüsse zieht, sollte man erst einmal die Hintergründe kennen. Der bevorstehende Beitragsanstieg in der PKV ist nämlich auf einen ganz bestimmten Grund zurückzuführen. Es sind die niedrigen Zinsmärkte, die den Versicherern große finanzielle Schwierigkeiten bereiten sollen. Die gebildeten Rücklagen erzielen offenbar keine besonders hohe Verzinsung, weshalb ein Ausgleich geschaffen werden muss. Laut „Financial Times Deutschland“ sollen die Beiträge daher um ca. 6 bis 8 Prozent steigen.

Wenn sich die Zinsmärkte erholen, kann sich die Situation schnell wieder ändern. Es ist möglich, dass die Versicherer ihre Beiträge wieder nach unten korrigieren. Außerdem steht längst nicht fest, ob alle Versicherer an der Beitragsschraube drehen werden. PKV-Anbieter, die zu Beginn dieses Jahres die Beiträge angehoben haben, könnten womöglich von einer erneuten Erhöhung absehen.

Im Übrigen sollte sich jedermann der Tatsache bewusst sein, dass das gesamte Gesundheitswesen mit immensen Kostenanstiegen zu kämpfen hat. Der Anstieg der Kosten kann von der privaten Krankenversicherung sogar besser abgefangen werden. Gerade weil nicht jeder Interessent aufgenommen wird, sondern eine selektive Auswahl der Versicherungsmitglieder erfolgt, werden PKV-Mitglieder stets günstiger versichert sein.


 

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