In den vergangenen Wochen haben die Zinsmärkte deutliche Änderungen erfahren. Vor allem beim Baugeld ist ein nicht unerheblicher Anstieg der Zinsen festzustellen, etliche Banken haben bereits an der Zinsschraube gedreht. Viele Sparer freuen sich über diese Entwicklung, denn womöglich locken schon bald höhere Guthabenzinsen.

Guthaben weiterhin schlecht verzinst

Bislang ist dieser Wunsch jedoch nicht in Erfüllung gegangen. Die Konditionen der Banken im Bereich der Tages- und Festgeldanlagen bleiben unverändert. Sparer sollten sich daher nicht zu früh freuen, zumal es ohnehin fraglich ist, ob die Zinsmärkte an diesem Trend festhalten. Schließlich ist Griechenland keineswegs das einzige Sorgenkind innerhalb der Europäischen Union. Aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage in Ländern wie beispielsweise Italien oder Spanien, sieht sich die Europäische Zentralbank weiterhin dazu gezwungen, den Markt mit billigem Geld zu fluten.

Aus genau diesem Grund sehen sich die Banken nicht dazu gezwungen, höhere Guthabenzinsen zu zahlen. Angesichts der gegenwärtigen Lage gilt ein deutlicher Anstieg der Guthabenverzinsung als unwahrscheinlich. Für Sparer bleibt es daher weiterhin wichtig, den Markt im Auge zu behalten und Konditionen einzelner Anbieter zu vergleichen.

Abwarten ist keine Lösung

Nicht zu investieren, wäre jedoch falsch. Zunehmend mehr Sparer horten ihr Geld auf Girokonten, wo es keine Zinsen abwirft. Doch wer nur abwartet, erzielt gar keine Verzinsung und vernichtet somit Kaufkraft: Obwohl die Inflation niedrig ist, schlägt sie unerbitterlich zu. Eine niedrige Verzinsung ist daher immer noch besser als gar keine Verzinsung. Folglich können wir weiterhin nur dazu raten, Tages- und Festgeldkonditionen der Banken zu vergleichen, um anschließend die besten Angebote auszuwählen und zu nutzen.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share