Wie bereits im vorangegangenen Beitrag der letzten Woche aufgezeigt wurde, sichern Banken ihre Immobiliendarlehen mit Hilfe von Grundschulden ab. Erst wenn Grundschulden im Grundbuch der jeweiligen Immobilie eingetragen sind, kann der Darlehensbetrag ausgezahlt werden. Diese Verfahrensweise ist in Deutschland gang und gäbe – nur bei sehr kleinen Darlehensbeträgen wird ggf. davon abgesehen.

Die Eintragung von Grundschulden wird von den Grundbuchämtern bzw. von den zuständigen Amtsgerichten vorgenommen. Je nach Amtsgericht kann es unter Umständen sechs bis acht Wochen dauern, bis die Eintragung erfolgt ist und eine Grundschuldbestellungsurkunde erstellt wurde. Dies ist ein Punkt, den angehende Darlehensnehmer unbedingt berücksichtigen sollten. Ebenso gilt es zu wissen, dass durch die Eintragung auch Kosten entstehen.

Die Besonderheit bei Grundschuldeintragung und deren Abrechnung besteht darin, dass die Kosten, die aus dem Verwaltungsakt resultieren, von der Höhe des Grundschuldbetrags abhängig sind. Je höher die Grundschuld bemessen ist, desto höher fällt auch die Gebühr aus, die bei der Eintragung entsteht. Hierbei handelt es sich um einen Kostenfaktor, der von Darlehensnehmern ebenfalls berücksichtigt werden sollte.

Wie hoch die Kosten für die Eintragung bzw. die sogenannte Grundschuldbestellung letztlich ausfallen, hängt – wie schon kurz angerissen wurde – im Wesentlichen von der Höhe des Grundschuldbetrags ab. Aber auch Faktoren wie die Art der Grundschuld können einen Einfluss auf die Höhe der Gesamtkosten nehmen. Verallgemeinert kann gesagt werden, dass die Eintragung von Grundschulden in Höhe von 100.000 Euro mit gut 200 Euro zu Buche schlägt. Wer 250.000 Euro als Grundschuldbetrag eintragen lässt, muss mit mehr gut 400 Euro rechnen.


 

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