Eine aktuelle Meldung dürfte die Mitglieder der GKV und PKV gleichermaßen erfreuen, denn ab 2010 sollen die Beiträge zur Krankenversicherung voll von der Steuer absetzbar sein. Zumindest wenn es nach den Wünschen der Unions-Fraktion geht. Damit winken Entlastungen für die Verbraucher, die sich pro Jahr auf mehrere Hundert Euro belaufen könnten und somit eine spürbare Verbesserung der finanziellen Situation vieler Haushalte mit sich bringen.

Grund für den Vorstoß einiger Politiker ist ein Urteil der Verfassungsrichter in Karlsruhe vom März 2008, das für eine Neuordnung der Besteuerungsregeln sorgen soll. Den Stein hatte ein Mitglied der privaten Krankenversicherung mit seiner Klage gegen die mangelnde Absetzbarkeit der Aufwendungen für sich und seine Kinder ins Rollen gebracht. Das Urteil selbst gilt zwar nur für die PKV, allerdings haben die Richter in ihrem Urteil generell auf die Überprüfung der Regelungen für alle Versicherten hingewiesen und damit einer Reform Tür und Tor geöffnet.

Die Frist für Änderungen läuft 2010 aus, bis dahin muss sich die Bundesregierung endgültig auf einen gemeinsamen Kurs geeinigt haben. Aufgrund dieser Tatsache können sich auch Mitglieder der GKV auf Vergünstigungen einstellen. Wer sich also in der gesetzlichen Krankenversicherung noch als freiwillig Versicherter aufhält, kann durch die Änderung am Ende sogar einen 4-stelligen Betrag einsparen. Für die Bundesregierung erwachsen aus dieser Tatsache allerdings schwerwiegende Probleme, da eine Einsparung für die Verbraucher durch die steuerliche Absetzbarkeit automatisch die Einnahmen der Bundesrepublik mindert.

Um diese Verluste zu kompensieren, sollen zum Beispiel Gelder aus dem Verkauf der CO2-Emissionen zweckentfremdet werden und nicht in den Umwelt- oder Klimaschutz fließen.


 

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