Wer als Arbeitnehmer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchte, muss gleich mehrere Voraussetzungen erfüllen. Die mitunter größte Voraussetzung besteht darin, die so genannte Wartezeit einzuhalten. Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem Einkommen und der Versicherungspflichtgrenze: Ein Arbeitnehmer muss mit seinem jährlichen Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen, damit ein Wechsel zulässig ist. Ein solch hohes Einkommen gilt es dauerhaft zu erzielen – wobei das sofortige Erreichen einer entsprechenden Einkommensstufe nicht zum Wechsel in die PKV berechtigt: Ganze 3 Jahre gilt es dann noch zu warten, um wechseln zu können.

Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Regierung schon bald eine Kürzung der Wartezeit vornimmt. In der vergangenen Woche hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler einen entsprechenden Entwurf ausgearbeitet und an die einzelnen Parteifraktionen überreicht. Der Minister schlägt vor, die Wartezeit von derzeit 3 Jahren auf die Dauer von einem Jahr zu verkürzen. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass in den kommenden Wochen in den Reihen der Politik ausführlich über diesen Vorschlag diskutiert wird und man sich ggf. darauf verständigt, dem Vorschlag zuzustimmen.

Für all diejenigen, die sich momentan innerhalb der Wartezeit befinden, dürfte diese Entwicklung äußerst erfreulich sein: Womöglich könnte schon bald ein vorzeitiger Eintritt in die private Krankenversicherung möglich werden. Dies hätte vor allem finanzielle Vorteile: Es wäre nicht mehr erforderlich, drei Jahre lang den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung zu leisten, dessen Arbeitnehmeranteil sich immerhin auf rund 300 Euro beläuft. Außerdem kann von einem Versicherungsschutz profitiert werden, dessen Leistungen exakt auf die Ansprüche des Versicherungsnehmers abgestimmt sind.


 

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