Die kapitalgebundene Lebensversicherung hat an Attraktivität stark eingebüßt. Es sind vor allem die niedrigen Marktzinsen, die das Interesse schwinden lassen. Eine immer größer werdende Anzahl an Personen, entscheidet sich für die Risikolebensversicherung oder auf andere Finanzprodukte zur Vorsorge. Verstärkt wird der Effekt durch die Berichterstattung in den Medien: Dort wird die Lebensversicherung zunehmend häufiger als Auslaufmodell bezeichnet.

Aufgrund dieser Entwicklung denken viele Personen, die bereits über den Schutz einer Lebensversicherung verfügen, über einen Ausstieg nach. Sie möchten ihren Policen kündigen, was ihnen häufig nicht ungelegen kommt – ist der Vertrag erst gekündigt, werden keine monatlichen Raten mehr fällig, wodurch wieder ein größeres Einkommen zur Verfügung steht.

Allerdings ist eine überstürzte Kündigung alles andere als ratsam. Je nach Situation ist es empfehlenswert, an der bestehenden Versicherung festzuhalten. Es gibt mehrere Gründe, die eindeutig dafür sprechen können.

Grund 1: Attraktive Rendite

Die niedrigen Renditen betreffen vorrangig Policen, die neu abgeschlossen werden. Je älter die bestehende Versicherung ist, desto höher ist auch der Garantiezins. Unter Umständen kann man sich sogar glücklich schätzen, weil es dank der Versicherung möglich ist, überdurchschnittlich hohe Renditen zu erzielen.

Grund 2: Vorzeitiger Ausstieg kann teuer werden

Die vorzeitige Kündigung hat zur Folge, dass das gebildete Kapital wieder ausgezahlt wird. Allerdings erhalten viele Versicherungsnehmer bei weitem nicht den Betrag zurück, den sie einst eingezahlt haben. Grund sind Kosten, die aus dem Versicherungsschutz resultieren. Erst gegen Ende der Laufzeit ist ein Ausstieg möglich, der keinen Kapitalverlust zur Folge hat. Es kann daher sinnvoll sein, an der Versicherung weiterhin festzuhalten.

 

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