In den vergangenen Wochen wurde in den Medien immer wieder vor einem anhaltenden Anstieg bei den Hypothekenzinsen gewarnt. Angehende Bauherren und Käufer sollten sich daher beeilen, um ihre Immobiliendarlehen noch einigermaßen günstig aufnehmen zu können.

Allerdings war und ist absehbar, dass die Zinsen nicht unentwegt steigen können und potentielle Darlehensnehmer deshalb gar nicht so sehr unter Druck stehen. Zwar mag sich die Wirtschaft in Deutschland sehr gut erholt haben, jedoch sieht es in vielen EU-Mitgliedstaaten vollkommen anders aus. Dementsprechend können die Zinsen in der Eurozone auch gar nicht so sehr ansteigen.

Der große Anstieg bei den Hypothekenzinsen ist bislang ausgeblieben. Zwar hatten die Zinssätze seit Jahresbeginn kräftig angezogen, doch eine Fortsetzung des Anstiegs hat es im April nicht gegeben. Ganz im Gegenteil: Seither haben sich die Hypothekenzinsen sogar relativ gut erholt. Gut zu erkennen ist dies an der DGZF-Pfandbriefkurve. Die Zinsen für Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung standen Mitte April noch bei 3,92 Prozent, was dem höchsten Wert in diesem Jahr entspricht. Doch inzwischen ist die Pfandbriefkurve auf unter 3,60 Prozent gefallen.
Aus diesen Daten lässt sich zumindest grob ableiten, dass die Hypothekenzinsen im Bereich der Darlehen mit 10-jähriger Laufzeit um ungefähr 0,3 Prozentpunkte gefallen sind. Dies entspricht einem sehr stattlichen Rückgang, der unter Berücksichtigung der gesamten Finanzierungsdauer eine satte Zinsersparnis verspricht. Dementsprechend sind angehende Darlehensnehmer gut damit beraten, ihre Finanzierung zu konkretisieren, um sich die aktuell günstigen Zinsen möglichst bald zu sichern.


 

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