Jedes Mal wenn eine Gesundheitsreform verabschiedet wurde, hatte dies Auswirkungen auf die Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung geboten werden. Bisher wurde der so genannte Leistungskatalog stets ein wenig verringert. Konkret bedeutet dies, dass die Kassen weniger Behandlungen bzw. die daraus resultierenden Kosten übernehmen.

Wie die „Welt Online“ schreibt, könnte es bald zu einer weiteren Zusammenstreichung des Leistungskataloges kommen. Ursache sind die immens hohen Kosten, die auf der gesetzlichen Krankenversicherung lasten. Bundesgesundheitsminister Rösler hat so gesehen einen äußerst undankbaren Job: Um die Kassen vor dem finanziellen Kollaps bewahren zu können, müssen die Beiträge erhöht und die Leistungen gestrichen werden.

Laut dem Beitrag der „Welt Online“ ist es denkbar, dass die gesetzliche Krankenversicherung schon bald nicht mehr die Kosten von selbst verursachten Unfällen übernimmt. Dies würde einen signifikanten Einschnitt der gebotenen Leistungen bedeuten. Man stelle sich vor, dass man einen Unfall hat und die Krankenkasse die Behandlungskosten nicht mehr übernimmt – besonders kostspielig könnte dies werden, wenn ein Unfall einen Krankenhausaufenthalt zur Folge hat.

Noch ist zwar nicht beschlossen, dass es soweit kommen wird – jedoch scheint diese Maßnahme eine ernsthafte Bedrohung darzustellen. Für die Kassenmitglieder würde dies bedeuten, einen zusätzlichen Schutz bzw. eine Unfallversicherung abschließen zu müssen, damit man bei selbstverschuldeten Unfällen weiterhin abgesichert ist.

Eine Alternative könnte darin bestehen, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Die PKV wartet schon jetzt mit einem deutlich umfassenderen Leistungsangebot auf und zugleich können viele Wechsler von einem niedrigeren Beitrag profitieren. Zugleich werden die Leistungen vertraglich vereinbart und können deshalb nicht einfach zusammengestrichen werden.


 

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