In den letzten beiden Monaten hatten sich die Hypothekenzinsen vom vorherigen Anstieg geringfügig erholt. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend nicht fortsetzen wird: Am Donnerstag der vergangenen Woche wurde nämlich der EZB Leitzins erhöht. Die Europäische Zentralbank hat ihre Andeutungen wahr gemacht und an der Zinsschraube gedreht. Der Leitzins wurde um 25 Basispunkte auf 1,50 Prozent erhöht.

Die Zinserhöhung hat nicht zur Folge, dass die Hypothekenzinsen unmittelbar steigen. Allerdings wirken sich Leitzinserhöhung für gewöhnlich sehr schnell aus: Innerhalb weniger Wochen könnten die Zinssätze für Immobiliendarlehen anziehen. Potentielle Darlehensnehmer bzw. Bauherren und Immobiliendarlehen, die mit ihrem Vorhaben bereits weit vorangeschritten sind, sollten daher nicht zu lange warten. Weil mit einem Anziehen der Bauzinsen zu rechnen ist, empfiehlt sich eine Sicherung der aktuell noch günstigen Zinssätze. Dies ist zum Beispiel möglich, indem konkrete Finanzierungsangebote eingeholt werden, deren Zinssätze von den Banken mehrere Tage oder Wochen lang aufrechterhalten werden können.

Ökonomen und Bankanalysten gehen davon aus, dass dies nicht die letzte Zinserhöhung der EZB gewesen sein wird. Experten rechnen mit weiteren Zinsanpassungen, die innerhalb der nächsten 12 Monate zu einem Leitzins von 2,00 Prozent führen könnten. Weitere Leitzinserhöhungen hätten zur Folge, dass die Hypothekenzinsen weiterhin steigen und Immobilienfinanzierungen somit immer teurer werden.

Auch Immobilieneigentümer, die in den kommenden Monaten oder Jahren eine Anschlussfinanzierung vornehmen müssen, sollten darüber nachdenken, ob es sich nicht lohnen würde, eine Zinssicherung vorzunehmen. Immerhin gilt es als wahrscheinlich, dass die Zinssätze in den kommenden Wochen und Monaten anziehen. Mithilfe von Forwarddarlehen ist es möglich, das aktuelle Zinsniveau zu sichern.


 

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