Für viele Bauherren entwickelt sich die Geldmarktkrise und deren realwirtschaftliche Konsequenzen zum wahren Segen, denn nach dem Zinsrutsch der vergangenen Wochen hat sich nun auch die EZB (Europäische Zentralbank) diesem Kurs angeschlossen und von ihrer Seite die Leitzinsen nach unten geschraubt.

Bis vergangenen Donnerstag lag der wichtige Zinssatz für die Eurozone noch bei 3,75 Prozent, durch eine Senkung um 50 Basispunkte rutschen die Leitzinsen aber auf 3,25 Prozent. Ursache für diesen Schritt sind die nachhaltig schlechten Aussichten für das kommende Jahr 2009, in dem viele Wirtschaftsexperten mit einer drohenden Rezession rechnen. Um diesem Negativtrend entgegen wirken zu können hat sich die EZB zur Leitzins-Senkung entschlossen und sucht damit die Wirtschaft zu entlasten. In den nächsten Tagen ist deshalb auch mit einer erneuten Zinsänderung im Bereich der Baufinanzierung zu rechnen, was speziell Neukunden und Anschlussfinanzierern recht gelegen kommen dürfte, da auf diese Weise frisches Kapital wesentlich günstiger zur Verfügung steht.

Gerade im Bereich einer langfristigen Baufinanzierung sind so beträchtliche Einsparungen möglich, von denen in den Sommermonaten noch niemand zu träumen gewagt hätte. Aber nicht nur private Bankhäuser dürften in nächster Zeit mit niedrigen Zinsen um Neukunden werben, auch die KfW-Bank hat aufgrund der Zinssenkung zusätzlichen Spielraum bei ihren Wohnraumprogrammen.

Trotz guter Aussichten am Kreditmarkt gilt aber immer noch der Grundsatz, dass die Baufinanzierung vor einer Unterschrift genau kalkuliert und den persönlichen Bedingungen angepasst werden muss. Unüberlegtes Handeln sorgt am Ende nur für ein Loch in der Haushaltskasse.


 

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