Growing plant step with coin money

Der Erwerb eines Eigenheims bleibt nicht ohne finanzielle Folgen. Monat für Monat gilt es die Raten für das Immobiliendarlehen aufzuwenden. Einige Menschen sind deswegen verunsichert und fragen sich, ob dieser Schritt tatsächlich der richtige ist. Doch schlussendlich kommt es nur darauf an, wie hoch die Monatsrate ausfällt. Etliche Eigentümer verfügen über einen ausreichenden finanziellen Spielraum, um ergänzend Ersparnisse zu bilden.

Allerdings könnten die Zeiten für Sparer kaum schlechter sein. Erst in der vergangenen Woche hat die Europäische Zentralbank (EZB) erneut verdeutlicht, dass sie noch längere Zeit am gegenwärtigen Kurs festhalten wird, d.h. der EZB-Leitzins bleibt niedrig. Als Folge müssen sich Sparer weiterhin auf niedrige Guthabenzinsen einstellen.

Rücklagen bilden – aber keine zu großen

Wer nicht nur ein Immobiliendarlehen zurückzahlt, sondern gleichzeitig Ersparnisse bildet, sollte eine clevere Strategie wählen. Grundsätzlich ist es immer gut, wenn Reserven existieren, auf die jederzeit zugegriffen werden kann. Allerdings ist es nicht automatisch sinnvoll, große Rücklagen zu bilden. In zahlreichen Fällen wäre es sinnvoller, einen erheblichen Teil der Ersparnisse lieber in die Immobilienfinanzierung fließen zu lassen.

Gemeint ist in diesem Fall die Leistung von Sondertilgungen. Viele Eigentümer zahlen Darlehen zurück, deren Zinssätze zwischen drei bis fünf Prozent liegen. Wenn man bedenkt, dass die heutigen Guthabenzinsen selten höher als eineinhalb Prozent liegen, ist es einfach nur sinnvoll, lieber die Rückzahlung des Darlehens zu beschleunigen.

Lieber die Ausgaben für Kreditzinsen

Der hiermit verbundene Nutzen ist deutlich größer, als die meisten Personen zunächst vermuten. Zwar führen Sondertilgungen nicht zu niedrigeren Monatsraten, aber dafür verringert sich die Restschuld umso schneller – und somit auch die Zinsbelastung. Infolge vergrößert sich die Tilgung, wodurch der Darlehensnehmer früher schuldenfrei wird. Insgesamt ist die Rendite, die sich hieraus ergibt, in den meisten Fällen äußerst attraktiv. Zumal es meist um hohe Beträge und lange Laufzeiten geht. Wer mehrfach Sondertilgungen leistet, kann dadurch auf lange Sicht viel Geld sparen.

Außerdem ist die steuerliche Komponente nicht außer Acht zu lassen. Zinserträge, die den Freibetrag übersteigen, unterliegen der Abgeltungssteuer. Sondertilgungen sind hingegen Ausgaben und unterliegen keiner Besteuerung, wodurch sich der Renditehebel zusätzlich vergrößern kann.


 

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