Diese Woche hat das Statistische Bundesamt über die Entwicklung der Finanzlage in der Sozialversicherung informiert. Die Nachrichten sind nicht gerade erfreulich, denn die Finanzlöcher werden größer, was mittel- und langfristig keine angenehmen Konsequenzen haben wird.

Da wäre zunächst das Gesundheitssystem. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein deutlicher Anstieg der Kosten festzustellen. Hierfür zeigt sich primär der Wegfall der Praxisgebühr verantwortlich. Das späte Steuergeschenk der Regierung mag zwar einzelne Patienten erfreuen, doch schlussendlich sind die finanziellen Auswirkungen auf die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung enorm, weshalb sich der Kostendruck vergrößert.

Eine ähnliche Situation ist im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung festzustellen. Zwar haben die Einnahmen trotz Senkung des Beitragssatzes um 0,2 Prozent geringfügig zugelegt, allerdings sind die Ausgaben sehr viel stärker angestiegen – nämlich um ganze 2,1 Prozent. Unter dem Strich ist ein Defizit in Höhe von 1,4 Milliarden Euro festzustellen.

Für die neue Regierung, die voraussichtlich schon bald ihren Dienst antreten wird, ist dies keine schöne Ausgangssituation. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, die bei den Wählern nicht gut ankommen. Zum einen könnten Beiträge wieder erhöht werden, zum anderen drohen Kürzungen bei den Leistungen.

Bürger, die sich ausschließlich auf den Staat verlassen, gehen ein hohes Risiko ein. Besser ist es daher, privat Vorsorge zu leisten. Zwar mag dies einigen Personen schwer fallen, weil dadurch weniger Geld für Konsumzwecke bleibt, doch in Anbetracht der leeren Sozialversicherungskasten ist diese eine vernünftige Entscheidung.


 

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