Das Geschäft mit der Baufinanzierung ist ins Stocken gekommen. Die Anzahl der Immobilienkäufer und Bauherren ist in den vergangenen Monaten spürbar zurückgegangen. Zwar wird immer noch gekauft und gebaut – allerdings längst nicht mehr so häufig wie es in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist. Die Zurückhaltung der privaten Haushalte ist sehr groß, was in Anbetracht der immer noch anhaltenden Wirtschaftskrise nicht verwundert.

Für all diejenigen, die trotzdem eine Immobilie kaufen oder gar ein Bauvorhaben in die Tat umsetzen möchten, ist dies ein gutes Umfeld. Banken, Bausparkassen und auch Versicherungsgesellschaften stehen unter Druck: Das Geschäft mit der Vergabe von Immobiliendarlehen ist stark rückläufig. Um sich auf dem Markt behaupten und den bisherigen Marktanteil halten zu können, gehen zunehmend mehr Banken dazu über, ihre eigene Marge zu reduzieren. Aus einer aktuellen Studie von „Planethome“ geht hervor, dass die meisten Banken bewusst ihre Marge senken, um ihren Kunden attraktivere Konditionen unterbreiten zu können.

Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, trifft dies sogar teilweise für Förderdarlehen zu. Bei der Vermittlung von Darlehen der KfW-Förderbank erhalten die Banken normalerweise eine Marge bzw. eine Vermittlungsprovision in Höhe von 0,5 Prozent des Darlehensbetrags. Die ING-Diba soll auf die Hälfte der Provision verzichten und diese an den Kunden weiterreichen.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsentwicklung kann gesagt werden, dass es für Immobilienkäufer und Bauherren seit Jahren keinen besseren Zeitpunkt gegeben hat, um ein Immobiliendarlehen aufzunehmen. Die Hypothekenzinsen sind augenblicklich sehr günstig und werden es aller Voraussicht nach auch noch eine ganze Weile bleiben.


 

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