Wer ein Immobiliendarlehen mit besonders langer Zinsbindung aufnehmen möchte, hat es gar nicht so leicht. Bei den meisten Baufinanzierern ist nämlich bei Zinsbindungen von 15 oder 20 Jahren bereits das Ende der Fahnenstange erreicht – dabei wäre es gerade in diesen Zeiten sinnvoll, längere Zinsbindungen zu wählen. Denn historisch betrachtet sind die Hypothekenzinsen äußerst günstig. Sie langfristig festzuschreiben um das Risiko kostspieliger Anschlussfinanzierungen auszuschließen ist einfach sinnvoll.

Glücklicherweise ist festzustellen, dass einige Banken den Bedarf erkannt und das Spektrum an Wahlmöglichkeiten bei der Zinsbindung erweitert haben. Wie „Börse Online“ schreibt, sind vier weitere Baufinanzierer dazu übergegangen, entsprechend lange Zinsbindungen anzubieten. Die längste Zinsbindung ist bei der Münchner Hypothekenbank erhältlich. Dort ist eine Festschreibung der Zinssätze mit einer Dauer von bis zu 30 Jahren möglich. Drei weitere Anbieter, die lange Zinsbindungen ermöglichen, sind die Allianz, die Hannoversche Leben und die Debeka. Alle drei Versicherer sind im Bereich der Baufinanzierung tätig und bieten Darlehen an, deren längste Zinsbindung 25 Jahre beträgt.

Alles in allem kann gesagt werden, dass diese Entwicklung sehr erfreulich ist. Besonders Haushalte, die ihre Baufinanzierung mit einem geringen Einkommen stemmen, sind gut damit beraten, solch lange Zinsbindung zu wählen. Der Zinsaufschlag gegenüber einer kurzen Zinsbindung ist gar nicht so hoch bemessen. Die hierdurch erlangte Sicherheit kann sich hingegen problemlos sehen lassen. Denn ganz egal wie sehr die Marktzinsen auch steigen – die Baufinanzierung kann sich dadurch nicht verteuern.

Wer nur auf die Höhe des Zinssatzes achtet und bewusst eine kurze Zinsbindung wählt, finanziert sein Wohneigentum deutlich riskanter: Schon geringe Zinsanstiege können die Finanzierung deutlich verteuern.


 

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