Wenn sich Versicherungsnehmer und Versicherer streiten, bietet es sich an, den zuständigen Ombudsmann einzuschalten. Dieser agiert als Schlichter und versucht eine Lösung auszuhandeln, mit der sich beide Seiten zufriedengeben. Für die Versicherten bedeutet dies, professionell gegenüber dem Versicherer vertreten zu werden und gleichzeitig einen kostspieligen Gang vor Gericht zu vermeiden.

Einen Ombudsmann gibt es auch für die private Krankenversicherung – und der hat jede Menge zu tun. Bereit im vorletzten Jahr war festzustellen, dass zunehmend mehr Beschwerden eingehen: Mehr 5.000 waren es über das Jahr verteilt. Wie erste Hochrechnungen vermuten lassen, sind im vergangenen Jahr noch mehr Beschwerden eingegangen.

Aus diesen Zahlen könnte man vorläufig schlussfolgern, dass es keine gute Idee ist, sich in der PKV zu versichern. Doch so ist es natürlich nicht. Vielmehr besteht das Problem darin, dass viele Versicherte auf den falschen Schutz setzen. Wie von der Schlichtungsstelle selbst mitgeteilt wurde, gibt es zwei wesentlichen Ursachen, die für den Anstieg der Beschwerden verantwortlich sind. Da wäre zunächst einmal die Tarifpolitik einiger Versicherer: Mit Billigtarifen werden Neukunden gelockt. Später stellen die Versicherungsnehmer fest, dass sie zwar günstig aber dafür nicht allzu gut versichert sind. Im selben Atemzug werden Versicherungsmakler genannt als Ursache der Unzufriedenheit: Einige Makler sind auf einen schnellen Abschluss aus, was zur Folge hat, dass Interessenten schlecht beraten werden.

Das Problem ist letztlich die Tarifwahl. Etliche Interessenten setzen auf die falschen Tarife, was zu einem schlechten Versicherungsschutz führt. Hieran wird deutlich, wie enorm wichtig es ist, sich ausreichend Zeit für die Tarifwahl zu nehmen und mögliche Anbieter vor dem Vertragsabschluss zu vergleichen, damit eine gute Absicherung gewährleistet ist.


 

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