Obwohl an den Aktienmärkten eine regelrechte Berg- und Talbahnfahrt stattfindet, gibt es zahlreiche Privatpersonen, die genau jetzt einsteigen möchten. In Anbetracht der letzten Kursentwicklungen ist es ratsam, nicht gleich das gesamte Kapital auf einmal zu investieren. Dies wäre ohnehin nicht sehr clever: Es ist ratsam, die Ersparnisse auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen, um somit das Risiko zu minimieren.

Zumal es sicherer ist, nach und nach zu investieren. Wer nicht sein gesamtes Kapital auf einmal investiert, sondern monatliche Investments tätigt, profitiert zusätzlich. Das Risiko wird erneut gestreut, da sich die Möglichkeit bietet, bei fallenden Kursen günstig nachzukaufen. Man spricht auch vom so genannten Cost-Average-Effect, der gerade von privaten Anlegern sehr gut genutzt werden kann.

Das Investieren in ausgewählte Aktienwerte verspricht hohe Chancen, gilt aber ebenfalls als riskant. Private Anleger können ihr Risiko verringern, indem sie nicht auf Einzelwerte, sondern stattdessen auf Fonds setzen. Dies wird auch häufig getan: Aktienfonds gelten immer noch als relativ beliebt.

Allerdings sind klassische Aktienfonds relativ kostspielig. Das Problem sind die hohen Ausgabeaufschläge. Je nach Fondsgesellschaft und Onlinebroker werden zwischen drei bis fünf Prozent an Ausgabeaufschlag fällig – ein stattlicher Betrag, der die Rendite der Anlage deutlich mindert.

Clevere Anleger umgehen den Ausgabeaufschlag, indem sie keine klassischen Aktienfonds erwerben, sondern stattdessen auf ETFs setzen. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Variante der Indexfonds. Sie gestatten es, in ausgewählte Börsen-Indizes zu besonders niedrigen Kosten zu investieren. Ein Ausgabeaufschlag fällt üblicherweise nicht an. Zudem ist der Unterschied zwischen An- und Verkaufskauf nur knapp bemessen.

Leider kommt es vergleichsweise selten vor, dass Banken oder auch Anlageberater zum Erwerb entsprechender Fonds raten. Grund sind die niedrigen Provisionen, die bei der Vermittlung locken. Doch aus Sicht eines Privatanlegers sind ETFs besonders attraktiv, denn im Hinblick auf Kosten und Risikostreuung haben diese Fonds eine ganze Menge zu bieten.

 

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